Engage!

http://wincontact32naturwunder.blogspot.de/2014/01/betrieb-einer-solaranlage-bei-nacht.html

Energie um jeden Preis, koste es was es wolle, sogar den gesunden Menschenverstand.

siehe auch hier: http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/das-energiepolitische-manifest/0011557/

Der Text ist ein Augenöffner, den ich jedem ans Herz legen möchte.

 

Kerzen statt Strom aus der Steckdose. 😉

Bücher statt Fernsehen.

Besen statt Staubsauger.

 

 

 

 

Hier stehe ich, ich kann nicht anders…

Zitat aus einem Kommentar zu diesem Beitrag: http: //susannekablitz.wordpress.com/2014/01/17/eine-stunde-ihres-lebens/  (kein Hyperlink, Text von da)   entnommen

Zitat Beginn:

Irgendwie passt dieses Zitat für Roland Baader zu diesem Blogeintrag, entnommen seinem Buch “Kreide für den wolf” von 1991:

“Ich träume von einem vollbesetzten Bundestag (wohl nur bei Abstimmung über Diäten-Erhöhung möglich). Plötzlich erhebt sich einer der Abgeordneten, allen anderen als aufrechtes Mannsbild bekannt, und tritt ans Mikrofon. Lange schaut er schweigend ins Hohe Haus, bis gespannte Stille eingetreten ist. Dann sagt er:

Meine Damen und Herren: Ich bin ein glühender Anhänger des demokratischen Rechtsstaats; ich bekenne mich zur freiheitlichen, individualistischen und christlichen Kultur, Tradition und Zivilisation des Abendlandes und der freien westlichen Welt. Und genau aus diesem ernsten Grund sage ich allen hier versammelten Volksvertretern, allen Parteien, Politikern und Regierungsmitgliedern: Ich brauche Euere Subventionen und Transferzahlungen nicht; ich will nicht Euer Kinder-, Mutterschafts- und Sterbegeld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt – und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich brauche keine subventionierte Butter, kein Quoten-Rindfleisch und keine preisgarantierte Milch, keine EG-genormten Planwirtschafts-Erbsen und keine ministergelisteten Medikamente; ich brauche keinen Schwerbeschädigten-Ausweis für meine Plattfüße und keinen Almosen-Freibetrag für meine pflegebedürftige Großmutter, auch keine Kilometerpauschale und keinen Kantinen-Essensbon über eine Mark-dreißig. All’ Euere Wahlfang-Pfennige und -Scheine könnt Ihr Euch an den Hut stecken.

Aber: Laßt mich dafür auch in Frieden. Ich bin nicht Euer Buchhalter, Statistiker und Belegsammler, der die Hälfte seiner Lebenszeit damit zubringt, Euere Schnüffel-Bürokratie zu befriedigen, der von einem Paragraphen-Knäuel zum anderen taumelt und sich wie eine gehetzte Ratte durch alle Kanalwindungen Euerer kranken Steuergehirne windet. Schickt Euer Millionenheer von Faulärschen und parasitären Umverteilern nach Hause, Euere Vor- und Nachdenker moderner Wegelagerei und Strauchdiebeskunst, Euere Bataillone von Steuerfilz-Produzenten, Labyrinth-Pfadfindern und Paragraphen-Desperados, Euere Funktionärs-Brigaden von Verordnungs-Guerilleros und Stempelfuchsern, all’ die nutzlosen Formularzähler und Arbeitsverhinderungs-Fürsten. Laßt mich einen festen, eindeutigen und ein-für-alle-mal fixierten Steuersatz zahlen, und bezahlt damit eine angemessene Verteidigungs-Armee und ein verläßliches Rechtswesen, aber haltet Euch ansonsten heraus aus meinem Leben. Dies ist mein Leben; ich habe nur eines, und dieses eine soll mir gehören.

Ich bin niemandes Sklave, niemandes Kriecher und niemandes Liebediener. Ich bin ein freier Mann, der für sein Schicksal selbst und allein verantwortlich ist, der sich in die Gemeinschaft einfügt und die Rechte anderer genauso respektiert wie er seinen eigenen Pflichten nachkommt, der aber keine selbsternannten Ammen und scheinheilige Gute Onkels, keine ausbeuterischen Wohltäter und von mir bezahlte Paradiesverkünder braucht. Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgte Wohltäter. Dazu brauch ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott.

Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!“

Gut gesprochen. Hat nicht auch einmal ein ganz anderer großer deutscher Mann seine Rede so ähnlich enden lassen? 😉 … selbst wenn dies nur eine Legende ist – es sind gute Worte. Gott helfe mir, amen.

Beste Grüße, Sathiya

Die Matrix-Entscheidung

von hier:   konsumrebellion.wordpress.com/2013/04/17/rote-oder-blaue-pille/   (kein Hyperlink, Text von da)

Willst du die rote oder die blaue Pille?
Überlege es dir gut.

Vermutlich kennt ihr sie alle, diese Schlüsselszene aus “Matrix”, in der Morpheus Neo vor die Wahl zwischen einer roten und einer blauen Pille stellt. Schluckt er die blaue Pille, kehrt er zurück in die heile Traumwelt, die die Matrix für ihn konstruiert hat. Die rote Pille dagegen wird ihm die Augen öffnen für die Welt, wie sie tatsächlich ist.

Neo wählt die rote Pille und danach ist seine Welt alles andere als ein Ponyhof. Denn das, was er sieht und erlebt, ist nicht schön. Aber die Welt so zu sehen, wie sie ist, ist der einzige Weg, sie jemals zum Besseren ändern.

Auch wir haben im übertragenen Sinne jeden Tag die Wahl zwischen roten und blauen Pillen. Und auch wenn man eigentlich ein positiver Mensch ist, bedeuten die roten Pillen immer wieder mal Ärger, Wut, Frustration…  Wie zum Beispiel heute bei Nunu, die ganz berechtigt in “Flüssige Wut” geraten ist.

Wozu sich dann mit roten Pillen rumplagen?

Warum nicht das tun, was die meisten tun: Abschalten, blaue Pille nehmen und alles ausblenden, was uns nicht gefällt? Da lebt es sich doch unbeschwerter. Man konzentriert sich aufs Spaß haben, Geld verdienen, Geld ausgeben. Freut sich über die Fülle im Supermarkt, über die billigen Klamotten bei H&M und die billigen Möbel bei Ikea. Und steht nicht als blöder Spaßverderber, Nörgler, Gutmensch oder gar Verschwörungs-theoretiker da. Ja, das frage ich mich in schwachen Momenten auch manchmal.

Das Blöde ist nur: wenn man erstmal einige rote Pillen gescluckt hat, geht das nicht mehr so einfach. Was man erstmal weiß, verschwindet nicht wieder aus dem Kopf. Und macht einem die Rückkehr zum Blauen-Pillen-Leben schwer.

Und ich glaube, das ist auch gut so.

Sollte ich mich mit der Textübernahme zu weit aus dem Fenster gelehnt haben, werde ich ihn auf Aufforderung wieder entfernen. Aber der Text ist gut, bringt es auf den Punkt. Danke. – Enjoy life, Sathiya

Wäre ich ein Spatz

Wäre ich ein kleines Tier, ein Spatz vielleicht, …

… dann würde ich auf einem Ast sitzen, im Frühjahr mit einem Partner ein Nest bauen und Junge großziehen und mich um meine Spatzensorgen kümmern, den ganzen Tag umherfliegen und zwitschern und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

… wüßte ich dann etwas von der Welt um mich herum? Von ihrer Größe, ihren Wundern, ihrer Politik, Kriegen, Wissenschaft, Kunst und Kultur? Nein. Und es würde mir nicht auffallen und mir auch nicht fehlen.

… und als solcher von beschränktem Verstand, dann könnte Aristoteles persönlich auf dem Ast neben mir sitzen und mir die Welt erklären, bis er hinunterfiele – aber ich würde es trotzdem nicht begreifen, weil mein beschränkter Verstand es nicht zuließe.

… ich wüßte das alles nicht und es wäre mir piep-egal.

Aber als Mensch – könnte ich erkennen, daß es etwas gibt, das sich meinem Begreifen entzieht, das zu groß und zu komplex ist, um von meinem Verstand erfaßt zu werden, nicht nur zu einem Bruchteil sondern in Gänze? Und nein, ich könnte es nicht akzeptieren. Ich würde dagegen ankämpfen und es, wenn ich es nicht begreifen kann, sogar vernichten.

Eine kleine Fabel, einem Gespräch zwischen Katherine und Leonardo entnommen.

Frei nach Voyager – die Folge mit Da Vinci und Janeway, als sie den gestohlenen Schiffscomputer suchen.  siehe http:  //de.memory-alpha.org/wiki/Apropos_Fliegen    (kein Hyperlink, Bild von da) 

Es ist ein hohes Maß an Intelligenz und Verstand und Erkenntnisfähigeit vonnöten, um einen Menschen erkennen zu lassen, daß sein Verstand beschränkt ist und durchaus nicht alles zu begreifen und verstandesmäßig zu erkennen vermag.

Ich mag die Raumfahrt-Serien der Achtziger, besonders die Voyager-Folgen. Ich finde jedesmal wieder etwas neues, was ich daraus lernen kann – und manchmal besteht der Lerneffekt darin, wie man es nicht machen sollte.

Die philosophischen und ethischen Fragen, die darin aufgeworfen werden, sind hochinteressant, thematisieren sie doch die Kolonialpolitik der großen, reichen und mächtigen Staaten den kleineren, schwächeren und vor allem ärmeren gegenüber, die heute noch genau wie vor 500 Jahren stattfindet. Außerdem behandeln sie grundlegende Fragen der Menschheit – Menschenrechte, Individualrechte und das Wohl der Allgemeinheit, Recht auf Nichteinmischung, Pflicht zur Hilfeleistung. Das Recht auf Wissen und Weiterentwicklung von Gesellschaften und Einzelpersonen, das Recht auf Glück und persönliche Entfaltung und Entwicklung des Individuums, die Abwesenheit von Gier und Besitzstreben. Die Fähigkeit, Fehler zu begehen, sie wiedergutzumachen und aus dem Ganzen zu lernen und beim nächsten Mal besser zu machen, Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu übernehmen, vorwärts zu gehen, ohne die eignene Menschlichkeit zu verlieren, Toleranz gegenüber Andersdenkenden, Andersaussehenden, Andershandelnden.

Ich finde das alles faszinierend, eine Utopie, die es wert wäre, zum Leben erweckt zu werden.

Vor allem die Persönlichkeit Katherine Janeways interessiert und inspiriert mich. Manchmal wünschte ich, ich wäre mehr wie sie…

Lebe lang und in Frieden, Sathiya

(Text übernommen von meinem Blog Geschmacks-Sache)

Vereinzelung

Dieser Post liegt schon seit einer Ewigkeit in der Warteschleife, ohne daß ich mich entschließen konnte, ihn zu veröffentlichen. Ich glaubte immer, ich sei zu empfindlich, würde es zu überspitzt sehen, zu engstirnig, nicht flexibel genug. Doch nun – Weltuntergang fast vorbei, Weihnachten steht vor der Tür und das Leben geht weiter, business as usual: Vereinzelung.
Darüber habe ich nachgedacht, seit ich ein Teenager war. Als Einzelgänger und Eigenbrötler aus Neigung habe ich dazu vielleicht einen anderen Blickwinkel, weil ich mich immer nach dem Aufgehen in und Teilhaben an einer Gemeinschaft gesehnt habe, und mich nie gut genug oder lange genug anpassen und integrieren konnte.
Die Menschen kommen mir so vereinzelt und isoliert vor. Die meisten davon nicht aus Neigung oder wegen äußerer Umstände, sondern absichtlich und gewollt.
Das moderne Wort dafür lautet wohl Cocooning, sich abkapseln, sich in sich selbst und die eigene kleine Welt zurückziehen, sich verschließen, sich nur mit eigens gewählten Menschen umgeben und mit privaten Reizen fluten.
Kopfhörer, Handy, Spiele, Sonnenbrillen, schallisolierte Autos, schallisolierte Wohnungen, blickdichte Fenster, abgeschottete Häuser und Gärten. Abgewandter Blick bei zufälliger Begegnung, Desinteresse. Oberfächliche unverbindliche Gespräche (eher wechselseitige Monologe oder kürzeste Wortwechsel, auf Effizienz und Schnelligkeit getrimmt), die fast nur aus Phrasen bestehen, ohne sich wirklich was von Belang mitzuteilen oder sich gegenseitig zuzuhören. Unverbindlichkeit, kalte Höflichkeit, Lächeln nur auf Rechnung.
Aggressivität, unangemessenes Verhalten, rüpelhaftes rücksichtsloses Benehmen, Unverschämtheit sind die Kehrseiten (und anderes).
Mit dem Aufschwung der Städte, des Industrie und des Handels und der schwindenden Bedeutung der Landwirtschaft setzte die Vereinzelung ein, vor etwa 150 Jahren schon. Ist das lange genug, um darauf eine Tradition zu begründen? Der Arbeitsschwerpunkt verlagerte sich vom Land in die Städte. Hungersnöte, Seuchen, Kriege. Familien wurden auseinandergerissen und fanden sich nie wieder zusammen.
Mit der beginnenden Neuzeit und zunehmender Industrialisierung in globalem Maßstab wurde immer mehr Mobilität und Flexibilität gefordert, man sollte ungebunden sein, jederzeit an jedem beliebigen Ort einsatzbereit sein. Der moderne Wanderarbeiter. Der moderne Großstadtnomade. Von Stadt zu Stadt. Weiterlesen