Das FamilienministerIn Schröder hat sich vergendert

Das FamilienministerIn Schröder – genial.
Derdiedas Gott wird die künftige verbindliche Anrede desderdes Schöpfers sein…

uhupardo

gott1

Ach, du großes Gott! Auch das noch! Jetzt hatten wir uns gerade darauf geeinigt, dass er eine Frau ist, jetzt wird sie ein Es.  Angesichts der gemanisch-babylonischen Sprachverwirrung steht die Religionswelt Kopf. Hatte doch das FamilienministerIn Schröder tatsächlich behauptet, Gott könne auch mit einem sächlichen Artikel belegt werden. Wie kommt es nur auf solche rethorischen Abwege? Da hat es sich wohl im Überschwang vergendert.  Hätte nicht die CSU die Interpretationshoheit über solche Belange, sähe es jetzt finster aus in Deutschland.

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Der, die, das Gott

Der Gott, die Gott oder das Gott

 Eine Frage von weltbewegender Bedeutung?

Ja – nein – weiß nicht – wen interessiert das ?!

bitte ankreuzen.

Bitte nicht in den falschen religiösen Hals bekommen. Empfindliche lesen am besten nicht weiter. Danke.

inspiriert von einem rhetorischen Fehlgriff der aktuellen Familienministerin. Ach Gottchen. 😉
Es heißt in den christlichen Schriften: Gott der Herr, Gottvater, der liebe Gott, der Vater.
Wie zum Kuckuck kommt frau auf die dümmliche Idee, Gott ganz nebenbei und dabei leider öffentlich ein Geschlecht abzuerkennen, wo doch in der Bibel überall zu lesen ist, daß Gott der Herr männlich ist? Wo frau doch – als christliche Deutsche (CDU) ihr Glaubensbekenntnis doch auswendig aufsagen können sollte – und darin eindeutig von Gott dem Herrn die Rede ist? Wie sollte er sonst einen Sohn zeugen oder gezeugt haben? Den eingeborenen Sohn? Mit der Jungfrau Maria?   
(Unsere Liebe Frau Ministerin hat leider auch noch anderen verkopften Quatsch losgelassen, aber das ist jetzt nicht das Thema.)
Ein „das Gott“ könnte das alles nicht – egal wie allmächtig er wäre. Dann wäre er nämlich sofort „der Gott“. Als „die Gott“ hätte sie flugs ihren eigenen Sohn zur Welt bringen können, auch verkleidet als Jungfrau Maria, meinetwegen, was dann ja auch sehr schön und plausibel die Himmelfahrt derselben und ihre auch nach der Geburt Jesu fortbestehende Jungfräulichkeit (Quelle: kathpedia, Mariendogmen) erklären würde. (Das würde wirklich einiges erklären – wenn all dies nicht zuvorderst durch Dogmen festgelegt worden wäre, zuletzt die Himmelfahrt 1950.)
Und Gott einfach nur als „Gott“ bezeichnen, ohne geschlechtliche Festlegung, wie einige Gotteserklärer versuchen zu erklären und per Bibelzitat zu belegen und dabei sehr schön um den heißen Brei herumreden, konnte sie auch nicht. Es muß ein Artikel davor.
Amüsant zu lesen. Mehr oder weniger.
Ach, wäre das schön, sich über solcherlei Probleme keinen Kopf machen zu müssen… stattdessen bekomme ich diesen Unsinn live mit, aus dem Religionsunterricht der 2. Klasse, in welchem sich die Lehrerin ereifert und 8jährige zu Zeugen ihres Unmutes macht. Was juckt es ein Kind, ob Gott der, die oder das genannt wird? Meine Jüngste fragte denn auch prompt, ob es denn „der“ liebe oder „das“ liebe Gott heiße, sie müsse da was schreiben. Über den Kirchenbesuch vor den Weihnachtsferien, Pflichtveranstaltung. Ausgenommen sind nur vd-Kinder (Lektion aus dem Einwohnermeldeamt: der Eintrag „vd“ bedeutet „verschieden denkend“. Was man nicht alles lernt…).
Ich riet ihr, nach Möglichkeit eine direkte Rede von Gott zu vermeiden, also lieber vom Weihnachtsstern und Weihrauch zu erzählen, und davon, daß sich die halbe Klasse beinahe zu Tode gelangweilt und außerdem schief und dafür sehr laut gesungen hat. Oder den Liedertext ihres Lieblingsliedes aufzuschreiben.
Tja, damit bin ich ungefähr einen Tag lang um eine stichhaltige Antwort herumgekommen – aber sie ist ja klug, vergißt ihre Frage nicht, und auch nicht, daß ich sie nicht wirklich zufriedenstellend beantwortet hatte.
Also – Sathiyas Antwort:
Es ist unerheblich, egal und von keinem Interesse für den Glauben oder Nichtglauben, ob wir Gott als männlich, weiblich oder geschlechtslos ansehen (die Variante sowohl als auch habe ich ausgelassen, das hätte sie – und mich – nur verwirrt). In der Bibel, der christlichen und auch alttestamentarischen Überlieferung ist nie von einem Geschlecht für Gott die Rede, Gott bezeichnet sich selbst nur vage als „Ich bin wer ich bin“ * (cleverer Schachzug, das 😉 ). Die damaligen Menschen haben Gott als Autoritätsperson aber als männlich angesehen und auch so bezeichnet: als Herrn, später als Vater. Jesus als Gottes und Marias Sohn hat das seinige dazu getan – deswegen, der Logik zufolge, bezeichnen wir Gott als „den“ Gott und ist Gott „der“ Gott. Was zu beweisen war.
Zum Glück wollte sie nicht auch noch erklärt bekommen, wieso es „lieber“ Gott heiße – denn damit wäre ich wirklich überfragt gewesen… 😉
Und ich bin derdiedas Sathiya. Ich werde sein, derdiedas ich sein werde.
* hier habe ich getrickst – ein „d“ gegen ein „w“ umgetauscht, die Stelle im Alten Testament lautet übersetzt (Vulgata) „ich bin der ich bin“. Eine von vielen Möglichkeiten.