Linsen-Korma vegetarisch

Mein All-Time-Lieblingsessen aus der indischen Küche ist Chicken Korma. Ich koche es wenigstens einmal jede Woche, allerdings in letzter Zeit sehr häufig ohne das Hähnchenfleisch. Geflügelfleisch schmeckt mir nicht mehr, bekommt mir nicht und ich empfinde es als geschmacksarm bis zäh – sogar die teuren Bio-Öko-Supergesund+Rettet-die Welt-Hähnchenbrustfilets. Eine Alternative mußte gefunden werden.

Einge Zeitlang kochte ich einfach nur die Korma-Sauce und aß sie solo zu Reis… aber das befriedigte weder meinen Gaumen auf die Dauer noch meinen Magen. Dann fand ich ein Rezept für indisches Dal, das ich sogleich ausprobierte. Hmm, tja. Nicht so mein Fall. Der Geschmack ließ sehr zu wünschen übrig – obwohl die darin verwendeten gelben Linsen nicht unlecker waren.

Beim nächsten Mal, als ich Chicken Korma ohne Chicken 😉 essen wollte, hatte ich eine Eingebung: das Dal-Rezept mit dem Chicken Korma Rezept zu verbinden.

Es war genial. Lecker. Genial lecker.

Hier ist das Rezept (ausreichend für zwei Portionen, meine Tassen sind klassische 150ml-Tassen):

Chicken-Korma-Gewürzmischung (je 1 Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma; je eine gute Prise gemahlenen Piments und Ingwer, Hauch Chili-Pulver, etwas schwarzer Pfeffer)

1/2 Tasse gelbe Linsen

2 Tassen Wasser

2 Tassen Mandelmilch (selbstgemacht oder gekauft)

1 kleine Zwiebel

3 Eßlöffel Kokosöl (gibt einen sehr leckeren exotischen Geschmack und ist supergesund)

1 Eßlöffel Tomatenmark

2 Eßlöffel gemahlene süße Mandeln

Salz, Pfeffer, Honig, Knoblauch bzw. Knoblauchöl

optional: eine Handvoll Rosinen

Kleingeschnittene Zwiebel im Kokosöl andünsten, Korma-Gewürze dazugeben, und kurz mitdünsten. Gewaschene Linsen dazugeben, mit Wasser und Mandelmilch aufgießen und ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Linsen gar sind, ab und zu umrühren. Tomatenmark und gemahlene Mandeln dazugeben und unterrühren. Mit Salz, evtl. Knoblauch und Honig abschmecken und noch etwas ziehen lassen. Wenn die Sauce zu sämig ausfällt,  noch etwas mehr Wasser oder zugeben. Eine Handvoll Rosinen verfeinert das Linsen-Korma zusätzlich.

Dazu paßt Basmatireis.

Man kann das Linsen-Korma auch etwas weniger sämig kochen und es als exotische Linsensuppe genießen. Zur Linsensuppe könnte man noch Ananas- oder Mangostückchen dazugeben, um sie fruchtiger schmecken zu lassen.

Guten Appetit!

Beste Grüße, Sathiya

 

Advertisements

2 Kommentare zu “Linsen-Korma vegetarisch

  1. Wundert mich ein wenig, denn bei meiner Suchanfrage habe ich hier sofort ein veget. Korma aufgeworfen bekommen. Allerdings hoert sich Deine Version schon noch besser an!
    Zumindest duerfen wir wohl beide einem u/eher klassisch kochenden Bloggerfreund kaum vor die Nase kommen mit u/beider ‚bunt Kochen‘ ;-).
    Bei mir gab’s ja letzthin Riesengelaechter, als ich beim Ausraeumen Glaeser mit undefinierbarem selbsteingemachtem braunrot-Inhalt aus dem Jahre ‚Schnee‘ (2003 ^^) ‚fand‘.
    Etwas Abstauben des den Naturgewalten (plus Possums und aehnlichem) in meinem ‚Keller‘ ausgeliefertem Einmachglases verbesserte zwar erst mal die Farbe und erklaerte den Inhalt als ‚Osso-Bucco-Sauce‘. Gucke ich mich hierzu selbst verwundert an und erinnere mich, dass ich damals meiner OZ-Mutter einen gaaanzen Haufen dieser verschieden grossen Glaeser vorbeigebracht hatte zur damaligen Weihnachtszeit. Grund: sie hatte EIN Set total vegetarischer Kinder zu Besuch erwartet, deren konstante Schnippselei und Gemuese-Putzerei dann als Gaeste in ihrer Kueche sie niiie verknusen konnte = deren Fleischlos leider auch nicht; aber da lief sie bei mir auf Sand, weil ich ihr sagte „DEREN Hauptmahlzeit ist einfach f. DEINE Fleischzutat – austral. meist Steak – in kleinerer Portion ein Side-Dish = basta!“
    Um IHR der Kinder ‚Gemuese-Bearbeitungs-Arbeiten‘ zumindest eeetwas geringer zu halten, habe ich dann eeetliche Gemuese-Saucen-Basen eingemacht zur Vereinfachung.
    Zumal OZ-Mutter ohnehin nicht verstehen konnte „sooo viel Schnippsel-Aufwand um es dann letztendlich zu Matsch zu verkochen“ 😉 .
    Na ja, nachdem hier ‚Osso-Bucco-Wetter‘ schon eher rarer wird (= haette ich frueher finden sollen 😉 !), stach mich der Hafer und ich kleisterte die Masse mit meinem ueblichen Riesenklecks Blauschimmelkaese auf zu glasierende Chicken-Wings (= statt Tomatenketchup).
    Yeap, auch nicht schlecht!
    Nur G.2 das Schlitz-Ohr buchte sich aus diesem Essen aus und beobachtete mich scharf, OB und wann ich denn vielleicht tot umfalle, weil das Zeug aus ‚Anno-Schnee‘ vielleicht mich vergiftet haette 😉 !
    Interessante Situationen/Funde und/oder ‚Not‘ sind oefter mal guter Erfindungs-Boden. So packte mich – eeetliche Monate vor Weihnachtszeit-Einlaeuten – einmal beim Einkaufen die Wut, weil absolut keine Preiselbeer-Marmelade o.ae. zu finden war – aaalles nur ‚Suess-Pamp‘.
    Ein kleiner Teil meiner eisernen Vorraete von Pflaumen-Marmelade wurden dann rigoros aufgepeppt mit kleingehackten, in warmen Wasser eingeweichten trockenen Cranberries = 7/8 Bingo 😉 !
    Uebrigends ist Kokos-Oel (und aaalle anderen Neben-Produkte der Kokos-Palme) hier im Lande laut u/Gruenen schwer verpoehnt. Grund: DAfuer werden in ‚armen aber waldreichen Laendern‘ die Waelder abgeholzt und abgebrannt um entsprechende Plantagen zu etablieren ^^! Kannst Dir den Erfolg so einer Campagne vorstellen in einem eigentlich ‚asiatischem Land‘, oder 😉 ? Na ja, die Menschen hier duerfen auch verbrennen (aus deren Sicht), weil es ‚bio‘ ist, natuerl. Brennmaterial auch natuerl. zu Zerfallen/Kompostieren zu lassen. IST aber eigentlich eine IMPORTIERTE Sache der ‚weissen Besiedeler‘, denn die Aborigine haben immmmer schon ‚Fire-Stick-Farming‘ (in ‚kleineren‘ Flaechen) in Wald und Flur hier gemacht = deswegen zeigen fruehere Gemaelde (= damalige Fotos ^^) auch meist KEIN bzw. viiiiel weniger brennbares Unterholz/Gestruepp = angeblich im Gegensatz zu heute ^^.
    Wie dem auch sei: mit ‚u/bunten‘ Kocherei (= ’nerdisch‘ aufgrund des Namens 😉 ?) werden wir bei u/Klassik-Koch-Freund sicher wieder eine leicht geruempfte Nase abkriegen – seufz!

    LG, Gerlinde

    PS: Das Gegend-Photo hier erinnert mich immer an ‚Lake Eildon‘ bei Freunden (staun) Nur Schneeflocken sind dort eher seltenst zu sehen. Musste hier erst mal kontrollieren, ob ich ‚vegetarisch‘ (= Tomaten) auf den Augen habe von der gestrigen langen Nacht 😀 !

    • Vegetarisches Korma –Rezepte hatte ich auch dutzendweise gefunden. Keines klang besonders lecker oder war zu kompliziert, mit exotischen Zutaten, die ich erst hätte besorgen müssen. Meine Version war einfach eine Kombination aus dem im Vorratsschrank verfügbaren… und zufällig sehr lecker. Empfehlung!

      Kochende Bloggerfreunde dürfen gern vorbeischauen und kritisieren. Meinetwegen auch mit gerümpfter Nase… 😉

      Ja, es schneit im Blog. Jeden Dezember rieseln ein paar Extra-Bits quer über den Bildschirm – ist ein WordPress-Goodie.
      Das Titelbild erinnert Dich an Lake Elldon? Nun, da es ein WP-Bild ist, kann ich dazu nichts weiter sagen als ‚gut möglich, warum nicht‘.

      Kokosöl, Bäume und Grüne – explosiv. Die werden eines Tages noch die gesamte Welt ruiniert haben. Take care of yourself, dear. 😉
      LG, Sathiya

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s