Wer gehört wem – Grafik

Diese Grafik habe ich von hier: http ://diamondoftears.wordpress.com/2013/07/06/nestle-bose/  (kein Hyperlink, Originalbildquelle ist nicht angegeben)

Wer gehört wem – ein ernüchterndes Bild. So wenige Konzerne bestimmen das Gesicht der Wirtschaft. Ich finde das ernüchternd und erschütternd, und als eine Bedrohung.

Bisher ging ich davon aus, daß es viele unterschiedliche Unternehmen gibt, die alle für sich selbst agieren und nicht zum Wohl eines oder mehrerer Mutterkonzerne. Ich wollte nicht wahrhaben, daß fast nur noch die Marken als solche existieren und keine Einzelunternehmen mehr sind. Ab und zu werfe auch ich ja einen genaueren Blick auf das in buntes Plastik eingepackte Körperpflegezeug und auf den Hersteller, und ich vermisse den einen oder anderen oder es steht plötzlich ein ganz anderer drauf. Wem gehört noch mal Bayer? Oder von wem ist die CD-Seife? Oder Zahnpasta? Und wer zum Kuckuck produziert die ganzen Billig-Abklatsche der großen Marken, die Eigenmarken der Supermärkte und Drogerien? Der Preis der Globalisierung? Daß man überall auf der Welt dasselbe Shampoo/Deo/Zahnpasta kaufen kann?

die_groc39fen_konzerne

Dies sind nicht die Vereinten Nationen, meine Damen und Herren, sondern die Vereinten Konzerne, die eigentlichen Herrscher der Welt.

Desillusioniert (und es hilft mir nicht wirklich, wenn gesagt wird, dasselbe wüßte man ja schon seit Jahren, es wäre also bekannt – nein, tut es nicht! Nach dieser Argumentation müßte man auch solche Selbstverständlichkeiten wie 1+1=2 nicht ständig wiederholen, da es ja ohnehin klar sei.)  Sathiya

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34 Kommentare zu “Wer gehört wem – Grafik

  1. Du stellst ein paar Fragen am Ende, ich habe eine Gegenfrage: Was ist schlimm daran wenn es nur ein Dutzend Konzerne sind ? Vielleicht wirkt es aber nur auf mich so, als sähest Du das problematisch.

    Ich halte das nicht für schlimm. Schaue ich nur auf die Konzernnamen, dann geht es um … vergleichweise unwichtiges Zeug: Fertignahrung, Snacks. Getränke, Hygienemittel.

    Brauche ich da die Auswahl aus 200 Herstellern ? Nicht zwingend. Im Gegenteil: Bei einem Dutzend vom die Hälfte gleichartige Produkte anbietet weiß ich irgendwann „A taugt mir nicht, B schmeckt mir nicht, C oder D oder E kann ich nehmen“. Oder auch entscheiden „E sind Amis/Araber/beliebigeRandgruppeeinfügendiemannichtmag, kaufe ich nicht“.

    Die Grundqualität für den der sich nicht damit auseinandersetzen will ist oft eher gegeben und nachprüfbar, wenn eben nicht hunderte Hinterhofbuden irgendwas zusammenrühren. Und Vergleichbarkeit ist nicht nur schlecht.

    Was in meinen Augen viel zählt ist die Tatsache, dass es immer einen Bedarf – und somit Anbieter – geben wird, die den viel wichtigeren Bereich der nicht-unwichtigen-Dinge abdecken, über die es sich nachzudenken lohnt (wenn man will), ob man „A1“, „A2“ oder „Z255“ kauft.

    Meine Haferflocken, meine Zahnpasta und mein Kloreiniger sind solche Mühe nicht wert – da greife ich ins Regal der grossen Hersteller und selbst wenn ich daneben greife werde ich nicht unbedingt einen totalen Reinfall erleben.

    • Es macht mir Sorgen, diese Grafik und was sie impliziert, zu betrachten. Die Entwicklung kann nicht gesund sein, so wie sie verläuft. In naher Zukunft wird es keine 8 0der 10 oder 12 sondern nur noch 1 Konzern geben, der sich, Politik und Nationalstaaten hin oder her, zu recht und de facto als Herrscher der Welt aufführen kann (und wird, wenn ich die Menschen recht kenne).

      Ich sehe in dieser Grafik nicht nur die Möglichkeit/Tatsache, billig und günstig Haushaltsprodukte wie Zahnpasta, Deo usw. herzustellen und in guter Qualität überall auf der Welt anzubieten (das dies praktisch ist, bestreite ich ja nicht – aber ist es auch gut?), sondern eine ungeheure Versuchung, monopolartige Marktmacht, finanzielle Schlagkraft und sogar politische Macht anzuhäufen, in den Händen weniger, die noch weniger kontrollierbar sind als Staatenführer und Staaten. Zusammen mit einem ungeheuerlichen Streben, geradezu Gier nach Geld und mehr Geld, ergibt das eine hochgefährliche Mischung, die einen nicht kalt lassen dürfte. Es geht wirklich nicht um Kloreiniger Alpha1 bis Omega292927, sondern wohin uns diese Entwicklung führen wird. Ich habe Angst um die Welt, in der meine Kinder und ihre Kinder leben werden.
      Leider kann ich wenig bis nichts tun, um die Entwicklung aufzuhalten oder umzukehren.

      Aber wir waren uns ja schon einig, daß wir uns nicht einig sind. 😉 Und ein Problem fast immer von diametral entgegengesetzten Standpunkten betrachten.

      Vielleicht interpretiere ich zuviel hinein. Mag sein. Aber ich interessiere mich schon seit jeher für Alternativwelt-Literatur, Zukunftsgeschichten, Extrapolation der Gegenwart, Zeitreise usw. und sehe nicht nur die Fußspuren direkt vor mir sondern auch weit hinter mir und weit vor mir. Der Trend macht mir Sorgen, die Richtung, in der sich unsere Gesellschaft bewegt. Die Politiker bewirken weniger und weniger und die Konzerne, die die Märkte beherrschen, mehr und mehr. Werden Konzerne eigentlich demokratisch geführt? Nein. Sitzen in den Vorständen der Unternehmen Politiker? Ja. – – –

      Den Rest kann man sich dazudenken. Demokratie wird gegen harte Währung umgetauscht, und wir alle tragen irgendwie dazu bei, schon indem wir z.B. Waschpulver von z.B. Henkel kaufen.

      Das war mein kunterbunter Teufel an der Wand, frisch gemalt. 😉 (Hoffentlich springt er nicht herab, und hoffentlich habe ich wieder mal alles viel zu schwarz und pessimistisch gesehen.)
      Grüße, Sathiya

  2. @castagir: Text von G. zum Thema: (sie bat mich, Dir folgendes zu erläutern. entschuldige, ich konnte es nicht umformulieren, deswegen direkt so, wie sie es geschrieben hatte)

    >> bitte erklaer‘ C. auf ‚Sathiyas WordPress; wer gehoert wem – Grafik‘, dass
    die aufgezeigte Sit. dort etwas mit ‚Angst vor dem (zuu) Grossen‘ (boesen,
    schwarzen ‚Mann‘) bedeuten koennte.
    Was ER fuer (durchaus sinnvoll zu etlichen Graden) „praktisch“ empfindet,
    macht anderen Menschen – aus div.’s Gruenden – mitunter schon Angst!
    Ausserdem – wie das Bild auch sehr deutlich zeigt – kann man sich schon ein
    wenig wie eine Marionette fuehlen, wenn man die Verbindungslinien
    als ‚gezogene Faeden‘ sehen will. In Retour muss man allerdings auch
    gestehen: OHNE ‚gezogenen Faden‘ kein Leben in einer Puppe; dh: aber evtl.
    auch KEIN Leben (zumindest vermutlich kein ausreichend Schoenes oder Gutes)
    ohne diese bestehenden Firmen. <<

    Noch ergänzend: wir sind die Nutznießer all dessen, wir haben die erste Wahl und freie Auswahl aus vollen Regalen, wir stehen ganz oben. Wir Menschen der westlichen Interessengemeinschaften. Und gleichzeitig sind wir nur ein kleiner Bruchteil der Weltbevölkerung, die zu weiten Teilen in Armut und Elend lebt (verursacht durch die Globalisierung und deren Nebeneffekte).
    Letztens las ich auf einem Blog (habe leider no idea, wo genau), wie sich eine Afrikanerin gegen den Vorwurf, sie sei hier in Europa ja nur ein Sozialschmarotzer (und solle besser wieder zurück in ihr Land gehen), mit den Worten wehrte: "wir sind hier, weil ihr unsere Länder/Lebensgrundlage/Lebensweise kaputtmacht".
    Schöne neue Welt, fällt mir dazu ein. Schöne Oberfläche, und unter dem schönen Schein Elend, Zerstörung, Zerrüttung, dazu Luxus für einige wenige.
    Hört sich eben ziemlich links an, ich weiß. 🙂 Aber trotzdem.
    Lg, Sathiya

    • G.s Schlussfolgerung kann ich verstehen, aber nicht akzeptieren denn: Wenn ich Angst vor etwas habe, muss ich diese artikulieren können. Wenn es Nachteile gibt, muss ich sie benennen können, nicht vermuten. Ein diffuses „man kann Angst haben“ ist nicht mal als Totschlagargument zu gebrauchen.

      Zu dem was Du schreibst: Das ist schon schlüssig. Absichtlich provokant gefragt: Wäre es denn besser würden auch wir noch in Lehmhütten wohnen und unsere Nahrung selber anbauen ?

      Kaum.

      Erstens ist Einer immer derjenige, der die Herde anführt – wäre es anders würden wir noch auf den Bäumen leben. Wie es der Teufel so will sind wir es. Die Richtung mag nicht die optimale sein, aber komplett falsch ist sie auch nicht. Das darf man auch mal einfach hinnehmen und muss sich deswegen nicht laufend ein schlechtes Gewissen machen oder machen lassen.

      Zweitens bleibt man bislang jeden Nachweis schuldig, dass „unser“ Weg für die anderen nicht funktionieren kann und wird. Dass sie mndestens 100 Jahre hinten dran sind ist Fakt, dass wir da unseren Teil dran Schuld haben auch, nur ändert das nichts an den Tatsachen. Und vor allem ist es kein Argument gegen „unseren“ Weg.

      Nur das zugehörige Gejammere ebbt nicht ab: Freilich kann immer alles besser sein. Aber bei der Suche nach den angeblich Schuldigen warum es nicht besser ist, muss man schon ein wenig tiefer graben als immer nur die Konzerne als amorphe Masse des Bösen zu zitieren. Da darf man ruhig auch mal unbequeme und politisch gar nicht so beliebte Anmerkungen zu Moral und Ethik in den Entwicklungsländern selber machen – vulgo: wieso die ihren Hintern nach wie vor nicht hochbekommen.

      Drittens ist der Zusammenhang „verursacht durch die Globalisierung und ihre Nebeneffekte“ in meinen Augen wirklich hanebüchen. Als wäre Afrika vor 20, 30 Jahren ein Schlaraffenland gewesen, das wir bösen Europäer mutwillig zerstört haben. Mag sich jemand mal geflissentlich an die Kolonialzeit erinnern ? Die in vielen Fällen grade mal 50 Jahre her ist ? Und mir dann nochmal ernsthaft erzählen dass es heute dort nicht besser wäre, dass wir heute nicht um Längen ethischer zu Werke gingen ?

      Ich weiß wie es in Nordafrika vor der Globalisierung Ende der 80er aussah, denn ich war da. Heute sieht es verglichen mit hier immer noch mies aus, keine Frage, aber längst nicht mehr so übel wie seinerzeit. Wo kommt das wohl her ? Von der fantastischen Eigenleistung der Entwicklungsländer ? Sicher ?

      Man sieht zwar gerne die Monokulturen in Afrika, nicht aber den Fortschritt, der dort erzielt wurde, selbst wenn nur ein Bruchteil der Erlöse dort verbleibt. Auch wenn die „Lehmhütte“ natürlich nur marginal besser ist als die „Strohhütte“, und ich jedem eine Villa und ein Auto wünsche. Nur das werden sie aus eigener Kraft erreichen müssen.

      Und zu der Afrikanerin: Mag durchaus sein, dass wir ihre Lebensgrundlage / Lebensweise beeinflussen und sie dazu zwingen sie zu ändern. Nur muss die Frage erlaubt sein ob es so schlecht ist, die Wiege der Zivilisation, die ein paar tausend Jahre später mindestens ein Jahrhundert hinten dran ist (eher zwei), im Extremfall Ziegen hält und zum Brunnen zwei Kilometer weiter geht, ein wenig in die Gegenwart zu katapultieren. Das geht nicht ohne Schmerzen, aber es ist überfällig.

      Viel schlimmer wäre es, einen Zaun drum zu ziehen und sie weiter vor sich hin wurschteln zu lassen – dann holen sie nämlich niemals auch nur halbwegs auf und wir können den ganzen Kontinent irgendwann überdachen. Diese viel schlimmere Alternative wird aber nur zu gerne ausgeblendet und stattdessen auf die momentan gewählte geschimpft.

      • Danke für Deinen Kommentar.
        Angst ist ein Gefühl, das sich nur selten und unvollkommen artikulieren läßt. Es ist nicht mechanisch oder quantifizierbar. Ich finde es etwas unfair, es deswegen als weniger existent oder diskutabel zu bewerten. Ebenso Vermutungen. Wir sind keine Ökonomen oder Betriebswirtschaftler oder sonstwelche Fachleute, und können deshalb Nachteile nur vermuten und aufgrund unserer Beobachtung und eigener Schlußfolgerung als solche formulieren, ohne sie mit Fakten und Statistiken belegen zu können. Totschlagargumente braucht keiner. Ich jedenfalls nicht. 😉 Und nur, weil ich kein Fachmann bin, lasse ich mir meine Befürchtungen, Vermutungen und vor allem eigenen Gedanken nicht ausreden oder verbieten.

        Zum Thema: wir modernen Menschen haben das Wissen, die Technologien, das Logistik know how, Befähigung und Kraft, der Welt Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung zu geben, zu garantieren, what ever. Stattdessen buckeln sich die Milliarden die Rücken krumm, damit einige wenige immer reicher werden. Daß wir dadurch momentan Vorteile haben wie eine reiche Auswahl an diversen Konsumgütern für vergleichsweise billiges Geld, und andere nicht, ist ein Nebeneffekt der ganzen Sache.
        Das Hauptproblem, wie ich es sehe, ist die gesamte Finanzwirtschaft, die Geldmärkte und das Streben nach Geld, Reichtum und Besitz. Das Grundübel der letzten 2000 Jahre. Nicht nur der letzten 20 oder 50 oder 100.
        Keiner will wieder auf die Bäume zurück. Aber keiner will oder braucht einen Kreuzzug oder Heiligen Krieg oder eine aufgezwungene Gesellschaftsform. Gesellschaften ändern sich, und oft genug durch Gewalt. Das ist eben Menschenart. Aber sind wir tatsächlich die Krone der Schöpfung? Die westliche Zivilisation das Nonplusultra, das Erstrebenswerteste überhaupt? Ich glaube nicht.
        Wieso soll ein Dorfeinwohner in Afrika nicht seine Ziegen halten dürfen und seine Kinder Löwen jagen, wieso soll er sie stattdessen in Schulen schicken, lesen und schreiben lernen lassen, um später in Fabriken irgendwelcher Konzerne zu arbeiten, nur um Geld zu verdienen? Was fängt er denn an, in seinem Busch, mit Geld? Waffen kaufen, um anderen Dorfbewohnern die Ziegen abzunehmen oder um auch einmal der Warlord zu sein? Welche Meinung hat er dann wohl von westlicher Zivilsation und westlicher Wertegemeinschaft?! Und wohin wird er wohl mit seinen Waffen marschieren, wenn es nirgend mehr Ziegen zu holen gibt…?

        Ich stelle es – das System, die westliche Art, Gesellschaft, Interessengemeinschaft, Industriegesellschaft, Finanzsystem – einfach in Frage.

        Du fragst, ob es besser wäre, noch in Lehmhütten zu leben und unsere eigene Nahrung anzubauen. Ich sage – ja, wäre es. Vielleicht wäre es besser für uns, unsere Enenrgie, Erfindungsreichtum, Intelligenz tatsächlich in sinnvollere Projekte und Erfindungen zu stecken, als darein, sich möglichst viel effektiv und langanhaltend unter den Nagel zu reißen, sich gegenseitig umzubringen, zu entmachten, gefangen zuhalten, zu unterdrücken, auszubeuten. Oder als möglichst viel Kram und Krempel möglichst billig herzustellen, der dann ohnehin nur auf irgendwelchen Müllhalden verrottet.
        Daß man in einem solchen Fall auf einigen (vermeintlichen) Luxus verzichten müßte, stört mich nicht im geringsten. Ich könnte auf ziemlich viele Dinge, die mein Haushalt dem Erfindungsreichtum der Industrie verdankt und die ich auch zu schätzen weiß, verzichten, und ohne auskommen. Z.B. Lehmhütte statt wärmegedämmtes energieoptimiertes durchelektrifiziertes Haus, das mich in Anschaffung, Unterhalt und Reparaturen/Sanierungen nicht nur ein Vermögen, sondern auch alle meine Nerven, Gesundheit und Kraft kostet. Dazu ein paar Ziegen, und alles ist in (Ziegen)Butter… 🙂 Back to nature! Aber das wußtest Du bereits. 😉

        Von hier ein Zitat, das die Richtung, die unsere Gesellschaft einschlägt, ganz treffend auf den Punkt bringt: > Wie sieht die Zukunft einer Gesellschaft aus, die so mit Ihren Rohstoffen/„Rohdiamanten“ umgeht? Was ist von einer Gesellschaft zu erwarten, die auf das utopische Gleichheitsprinzip setzt und die die junge Generation dressiert, anstatt sie Denken zu lernen? Was ist von einer Gesellschaft zu erwarten, die Mark Zuckerberg verehrt und zum mehrfachen Milliardär macht, der aber Timothy Berners-Lee („web“-Erfinder) mehrheitlich unbekannt ist? <

        So long, Sathiya

        • Finde ich das alles schlimm ? Ja! Glaube ich dass es reicht wieder und wieder die Misstände aufzuzählen ohne Konzepte vorzulegen ? Nein! Vom Hündchen aufs Stöckchen. Und die Geschichte mit der ständigen Angst vor was auch immer ist ein so urdeutsches Thema, dass man längst eine Komödie hätte drüber drehen sollen – alle (ausser uns natürlich) würden sich schieflachen.

          Ganz ehrlich, aber dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden soll ist nicht mal so viel wert wie ein Traum. Der hat doch noch nicht mal funktioniert als wir weniger als 1 Mrd. waren. Nu sind wir 7 Mrd.. Wollt Ihr die weg erklären ? Oder wie stellt Ihr Euch die blühenden Landschaften der Ziegenhirten und Kartoffelbauern allüberall sonst so vor ? Nicht mal im Kleinen habt Ihr doch dafür Konzepte – ausser für die hiesige unbesiedelte Sahara rund um Bielefeld, dem outback, und den anderen schnuckeligen Gegenden in denen der Hund begraben ist und eh keiner merkt dass etwas anders ist als vorher. Das halbe Dutzend 20-Mio.-Metropolen auf der Welt passt nicht ins Konzept des Schrebergartens für alle ? Lagos und Kairo mit rund 10 Mio. auch nicht ? Kein Problem. Nur immer schön die Welt im Blick haben.

          Realitäten sind immer furchtbar leicht in Frage zu stellen. Nur bei den Alternativen hapert es gewaltig. Denn Ihr liefert keine. Hört auf zu träumen von Zeiten, die wir ausser aus Historienromanen doch überhaupt nicht kennen – und die Ihr Euch trotzdem zurück wünscht, weil sie in Gedanken besser, schöner, einfacher wären. Ja logisch – der unangenehme, widerwärtige Alltag in der schönen und einfachen und rückständigen Welt wird in Romanen aus Platzgründen leider immer weggelassen ! (ausser bei Marquez, Allende und natürlich dem immer beliebten Fontane 😉 )

          Statt als gelebtes Fragezeichen durch die Welt zu gehen wäre die Energie der so vielen Belasteten doch besser darin investiert, etwas da zu verändern wo es machbar ist und etwas bringt, anstatt darüber zu philosophieren wie schön die Welt doch sein könnte würde man alles anders machen. Zumal – wie sage ich das jetzt ohne mir eine Kugel einzufangen – die Belasteten selten Macher sind. Dass die grossen Würfe schon lange nicht mehr funktionieren und man allenfalls im Salamischeibenmodus etwas verändern kann – das ist doch nu wirklich keine Neuigkeit.

          Zumal die Leute die uns auf diesen heutigen Weg gebracht haben nicht durch die Bank komplette Vollidioten gewesen sind. Und da noch ganz andere Zwänge und Motive dahinter stehen als eine Welt von glücklichen Schrebergärtnern aufzubauen – selbst wenn man sie anstreben wollte. Schon mal drüber nachgedacht dass Eure Alternativen – so sie denn existierten – besser sein müssten ? Und zwar viel besser, um auch nur den Brutkasten zu verlassen ? Wo auf der Skala zwischen 1 und 150 sind wir denn da ? Ich behaupte, bestenfalls bei 3 oder 4. Und wie ist so die Selbsteinschätzung nach 25 Jahren Kritik ? Wenn sie nicht mindestens bei 50 liegt ist es ein totes Projekt, das Ihr nur nicht gesittet bestatten wollt weil’s Herz dran hängt.

          Verzeihung wenn ich das so sage und übermässig grob bin, aber das langweilt mich mittlerweile zutiefst. Weil es regelmässig in eine Weltverbesserungvorschlagsorgie ausartet sobald ich mal nicht dem Zeitgeist der allgegenwärtigen und billigen (da alternativkonzeptfreien) Kritik folge. Da erwarte ich einfach viel viel mehr, nur es kommt nix – abgesehen davon dass nun schon zwei oder drei Branchen böse sind – angefangen haben wir vor wenigen Tagen mit einer – und bereits die Hälfte des westlichen Wertekanons scheinbar in die Tonne gehört. Die Ziellinie kann ich da ja fast schon sehen.

          Danke mir daher vielleicht lieber nicht für meinen Kommentar – er ist nicht nett und ich entschuldige mich dafür, aber ich mag ihn auch nicht in nett umformen.

          Und zum Zitat: Sorry, aber man muss auch nicht A.G. Bell kennen um zu wissen, wie man ein Telefon bedient. Dieses Wissen brauchen Bildungsbürger. Für sich – denn für jeden anderen ist es ohne jedweden Nutzen.

        • Danke. 😉
          Und gut ist.

          Ich bin verwirrt – seit wann muß ich zum Problem gleich die Lösung liefern? Und noch verwirrter – nur weil ich das nicht kann, werde ich abgebügelt. Und das Problem gleich mit.

          Ach, ich vergaß, es gibt ja kein Problem. Vielleicht existiert es ja nur für mich. In meinem romantischen Elfenbeinturm. Da ich keine Lösung für alle 7 Millliarden habe, soll am besten alles so bleiben wie es ist, scheint ja sicherer zu sein. Solange MEIN Gärtchen ungeschoren bleibt (das war auch nicht nett, und sorry for that).
          Hilf mir doch, eine Alternative auszuarbeiten, nur rein theoretisch, die tatsächlich einen Sinn ergeben würde und durchführbar wäre.

        • Man muss nicht immer eine Lösung präsentieren können, sicher nicht. Aber es reicht auch nicht, ständig nur zu sagen „da ist was komisch / schlecht / änderungswürdig, wir sollten also das System ändern“.

          Wenn ich eine Sache erreichen kann (die Änderung im Kleinen) und eine andere nicht (die Änderung im Grossen, den „Umsturz“) – ich tu mich äusserst schwer damit wenn so viele Menschen ihre Energie in Letzteres stecken, das ist wie arbeiten für den Mülleimer, eine unendliche Vergeudung. Man muss auch mal mit Anstand verlieren können wenn man nicht gewinnen kann, wie hier von der Geschichte wohl hinreichend bewiesen wurde.

          Ich habe es schon mal gesagt, ich halte das für sehr unehrlich. Bestimmt gibt es darunter diejenigen, die wirklich das echte Ziel einer „besseren“ Welt verfolgen – ich nenne sie Träumer, dabei sind es Philosophen.

          Nur der absolut überwiegende Grossteil denkt nur deshalb auf Systemwechseln rum, weil er da letztlich nämlich nichts Schmerzhaftes wird tun müssen. Drauf rumzudenken ist aufwandsarm, schmerzlos, billig, frei von Konsequenzen und Einschnitten, und gibt zudem ein gutes Gefühl.

          Also weil er sich einen persönlichen Vorteil in irgendeiner Form davon verspricht – denn die selbstlose gute Tat gibt es nicht. Und sollte es wirklich mal dahin kommen kann man beruhigt annehmen, selber bis dahin längst in der Kiste zu liegen.

          Das aber ist eine brotlose Kunst, der ich keinerlei Respekt entgegen bringe…

          Sicherlich gehörst Du zu den Philosophen, drum habe ich grossen Respekt vor Dir. Es ehrt Dich dass Du Dich damit auseinandersetzt und den Gegenwind verträgst, den ich reality check nenne. Wir könnten hier gar keine unterschiedlicheren Positionen haben.

          Ich bin allerdings zutiefst froh darüber, dass Ihr nicht sagt, wo Norden ist, und das auch nicht absehbar ist. Weil die Probleme die wir dann hätten, machen nämlich MIR Angst.

        • Das nehme ich als Kompliment. Sowohl als auch.
          Ich bin auch froh, daß ich nicht ansagen muß, wo Norden ist… obwohl das vielleicht ganz interessant wäre. Könntet dann schon mal anfangen, euch nach ein paar Ziegen umzusehen… 😀

          (und nun werde ich die Kommentarhierarchie re-organisieren, es wird mir hier zu unübersichtlich)

  3. Na gut, mein Gutester – hier gilt mein ’noetiger Rueckzug von Deinem Blog‘ ja wohl nicht, darum:
    Klabuesern wir mal erst Angst/fear auseinander: F alse E vidence A ppearing R eal!

    Wo willst Du Dir von mir widersprochen sehen, bitte? Vorwurf gestrichen – ich war nur ‚Dolmetscher‘ (versuchter; wenn womoeglich wohl gescheiterter = Schicksal der Erfinder ;-)! )

    Ausserdem, zu Deinem ‚Schuss‘ von
    „Moral und Ethik in den Entwicklungsländern selber machen – vulgo: wieso die ihren Hintern nach wie vor nicht hochbekommen.“

    Rennst Du bei auch total offene Tueren ein. Meine boese Bemerkung hierzu ist naemlich noch zuuusaetzlich: sie BRAUCHEN nicht, WEIL irgendwelche ‚Do-gooder‘ in anderen Laendern schon genuegend plaerren und jammern, dass diese Laender Geld kriegen fuer’s Nix-Tun.
    Funny enough: meist ab-so-lut nicht mal von diesen ‚Do-gooders‘, welche sich mitunter auch nur nett in diesem Dienst bezahlen lassen um anderen das (frueher roem. kath. Kirchen-Ablass-System ?) ‚reine -Gewissen-kaeuflich-System‘ einzureden. DENN: es wird ueblicherweise schon bezahlt, wenn man mit Geschaeftspartnern anderer Laender handelt; Preis ist eine gaaaanz andere Sache, ABER bei Gott auch nicht derart den sog. ‚Boesen‘ anzulasten, wie das immer getan wird. Vor allem sitzen manche ‚Boesen‘ seeehr wohl mitunter in den eigenen Reihen der sog. ‚Unterbutterten‘, welche nur das alte Spiel von „…. wenn der Bettelmann dann selbst einmal zu einem ‚Pferd‘ kommt (= reich(er)-werd-Chance sieht), dann ….. (= fuehrt er sich genauso bloed auf, wie vorher jene ueber welche er vorher herzog!)
    Probatum est in Miniatur: einst die lieben ‚ganz (noch armen Studenten-) Gruenen‘ oder der Riesenlandwirt, welcher hier in meiner Nachbarschaft eeendlich Zeit zum ‚Gruen-sein‘ hat, seit er in Pension ist; dafuer aber ordentlich vom Saulus zum Paulus (= schliesslich hat er wohl ‚etwas‘ Insider-Wissen, hey ? 😉 )

    Dass es uebrigends noch meeehr Gruende fuer’s ‚Arsch nicht hochbekommen‘ gibt, darueber wuerde ich gerne noch einmal separat diskutieren, denn diesbezueglich bin ich selbst – als Einwanderer nach Australien – auch erst im taeglichen Leben deutlicher konfrontiert worden.
    Ergo: nach einer sehr rational mal durchleuchteten Situtation konnte ich dann auch ‚Arsch nicht hochbekommen‘ in anderen Laendern etwas besser verstehen.

    Liebste Gruesse oh liebster Castagir, (lytb 😉 !)
    G.

    • von hier: Der Reiz unternehmerischer Tätigkeit lag vor langer Zeit darin, wirtschaftlich unabhängig zu werden, indem man Produkte verkauft oder Dienstleistungen anbietet, die anderen Marktteilnehmern nutzen. Mittelständische und Kleinbetriebe waren immer ein Garant dafür, dass Menschen einer Arbeit nachgehen und diese auch wechseln konnten, wenn die Rahmendaten nicht mehr stimmten. Davon ist kaum noch etwas übrig geblieben. Die Macht über herzustellende Produkte, angebotene Dienstleistungen und die damit verbundene Umgangsweise mit den entsprechenden Mitarbeitern obliegt immer mehr einigen wenigen Großunternehmen, die diese Macht in brutaler Weise für sich zu nutzen wissen und dabei von der Politik bestmöglich unterstützt werden.

      That is the point. Einer von vielen.
      Übrigens eine sehr gute Artikelserie. 😉

      Schönes Wochenende und liebe Grüße, Sathiya

      • Sorry Sathiya, aber leider fangen aaaalle schoenen Maerchen mit „es war einmal ….“ an – seufz!
        Bevor nicht wieder irgendwo die Guillotinen schwingen – auch kein Besinnen! Das scheint – lt. History (ich habe versehentlich mit etlichen Historikern ihre Dr.-Titel fast mitgemacht 😉 ) einfach in Wellen ’noetig‘ zu sein. Schau doch bitte hin: schaffen wir wirklich viiiele gute, friedliche Zweier-Beziehungen? Nein! Wie also denn je ‚Mehrer-
        Beziehungen‘ ?!

        Denk an die (wohl nur EINE ) ‚Rasse‘, welche in ihrer ‚Transusigkeit‘ als Einzige wohl nur 148 Jahre alt wird : Schluempfe. 😉

        Allerdings auch bitte: in dubio PRO reo, bitte!
        D.h.: zuhauen/ bestrafen erst, wenn bewiesen!

        Inkl. zur Erinnerung : mein staendiger Kampf von ‚wir glauben an aaalles lieber als an unsere eigenen Mitmenschen!‘

        Umkehr allerdings: die Bereitschaft: sch(n)oe(d)/(n)em
        Mammon unsere Mitmenschen zu ‚opfern‘ – streite ich auch nicht ab!

        LG, G.

        heute technische Probleme hier – darum: Ende! Allerdings: C. hat Dir & Co. das ja schon einmal gesagt = versuchte ca. Zusammenfassung: „wir brauchen auch die ‚do-gooders‘ um ‚honest bastards‘ zu bleiben 😉 = keeps (both sides) busy and out of mischief! 😉 “

        Es haengt an diesem Thema – vor allem dem ‚Arsch nicht heben wollen/koennen (und trotzdem aaalles dasselbe ‚vermeintlich Tolle‘ wollen 😉 !!!) ‚ noch DERart viiel drann = take a deep breath not to faint beforehand in awe and disbelief ! Vor Montag habe ich allerdings keine Chance von ‚passender Zeiteinteilung‘ hierfuer = mein ‚Schattenbaum/ Sonnenstrahl auf meinem Gesicht‘ * demands otherwise in priorities – sorry (he ‚pays‘ as well !).

        * Der Herr, welcher mit 6 Saetzen eines Liedes mein Leben bedeutet, scheint wieder ‚fancy Menopause‘ zu haben! 😉 und zahlt mit ‚lebenslaenglich‘ firsthand fuer seinen WE-Time-Slot und dann sogar in Geldform; d.h.: his right ! 😉 😀

    • Wer den angeordnet hat – ich war es jedenfalls nicht. Aber die interessanten Themen sind eh woanders zu finden als im Heim der Schwererziehbaren 🙂

      Mir geht es gar nicht so sehr ums Geld, das es uns kostet. Nein, wenn es nur darum geht dass es doppelt so viel sein sollte – ok, kann ich hinnehmen auch ohne den Sinn drin wirklich zu sehen.

      Um das geht es den ‚do-gooders‘ glaube ich aber auch nicht in erster Linie. Sie wollen die Welt verbessern indem sie diese verfluchte Gleichmacherei zur Maxime für alles erklären. Die komplette Evolution funktionierte zwar exakt nach dem gegenteiligen Muster – da ist es also höchste Zeit, dagegen endlich was zu tun. Das ist frustrierend.

      Was mich so irritiert ist, dass irgendwo steht, das wäre ziemlich links. Das glaube ich nicht, denn von den Müslis bis zu den Dunkelroten sind ALLE näher an der Realität dran. Was in mir die Frage aufwirft WAS genau das wirklich ist, denn es ist ja keine Randgruppe sondern es sind viele die so denken. Es ist für mich bedenklich wenn eine solch grosse Gruppe keine politische Heimat hat.

      • ich schrieb „links“ und meine damit vermutlich was anderes als Du. Wann immer jemand Reichtum von oben nach unten umverteilen will, nennt er sich schon links, und genau das habe ich damit gemeint. War vielleicht das falsche Wort.

        Politische Heimat? Ich habe keine mehr. Haben sich alle disqualifiziert. Am sympathischsten sind mir noch die Märchenerzähler. Da weiß ich wenigstens, daß sie Märchen erzählen… 😉

  4. Ich haett‘ zu der ganzen Sache ja noch viiiiel mehr zu sagen, aber das wuerde aaaalle – sogar mir bisher meist gestohlenen – Rahmen des bloggens auf fremden Territorien sprengen.

    Darum ‚Auskoppelung‘ davon – auch wenn damit sich mit Sicherheit ‚falsch‘ und zu hart anhoerend (ist aber Schicksal u/sog. ‚Einzeiler-Erklaer-und-Rede-Gesellschaft‘):

    Das Geschrei, dass aaaalles was unsere Altvorderen gemacht haben, derart falsch war, dass es aber – leider (= meine manchmal veraergerte Meinung – 1/2 sorry) – gut genug war, die Schreihaelse doch auch versehentlich leben zu lassen und ‚mitzuziehen‘ = schlichtweg Pech; in ihrer eigenen ach so sehr herbeigeschrieenen heilen Natur- und Bio-Welt waere dies nicht passiert = sie waeren an ihrer eigenen Dummheit von mangelnder Flexibilitaet an noetige – wenn auch nicht immer schoene oder angenehme – Anpassungen schon laengst draufgegangen/umgekommen! Denn: es gibt nichts haerteres als die Natur – mM!
    Abschliessend allerdings noch mein eigenes Lebensmotto : a bissle wos geht immer – nur die Hoffnung nicht aufgeben (= kann ich immer noch wenn einst im Sarge liegend 😉 !)

    LG, G.

    • Man muss doch an sich nur auf die Menschen schauen: Sie streben unseren westlichen Lebenstil an.

      Ob wir das gut finden oder warum sie das tun ist doch an sich völlig belanglos – es ist schlichter Fakt. Und dass wir ihnen sagen „macht das lieber anders“ ist ein Feigenblatt aus der sicheren Position dessen heraus der es erreicht hat, nach dem Motto „do as i say, not as i do“.

      Als ob die Entwicklungsländer unser grosses Laboratorium wären, in dem wir mal völlig unbesorgt die anderen Zivilisationsformen ausprobieren können, mit denen wir auf der Nordhalbkugel so grandios auf die Fresse gefallen sind – zuletzt vor nicht mal 30 Jahren, und quasi vor unserer Haustüre.

      Das werfe ich den Weltverbesserern vor – sie sitzen auf dem moralisch hohen Ross und sind keinen Deut ehrlicher als wir: Denn auch sie glauben zu wissen was für die anderen gut ist.

      • @ Castagir:
        Bloody right und darum stehe ich – immmmer und jederzeit, auch wenn darum/dafuer dann genauso ‚immmmer‘ als odd/verrueckt deklariert – zu http://www.thecoachinginstitute.com.au/law-universe-sir-laurence-olivier! D.h.: aendere Dein EIGENES Denk-Schemata als erstes … UND dann mach weiter/erwarte aehnliches besseres auch von den Anderen!
        D.h.: fang mit dir selbst an/kehre vor der eigenen Haustuere!
        Z.B.: (Auszug aus meinem ‚Sermon‘):

        “ “ “
        ** geht aber nicht, denn ‚Arbeit‘ zaehlt in u/Gesellschaft NUR, wenn sie auch gutbezahlt ist. So z.B. waere auch ein Std.-Lohn einer Mutter bezueglich Flickwerk f. die Familie erledigen, bei WAS? Des Vaters eigenes Auto-reparieren, bei WAS? Der gestrickte Pullover sowieso; reden wir gleich gar nicht davon! Auch ist ‚Bezahlung‘ wohl immmmer in Geld zu rechnen. Ich weiss ueberhaupt nicht, wie ICH dann zu einem schoenen alten, Goldschnitt Woerterbuch kam, fuer eine 5-Minuten-Aktion, weil ich eine alte Dame fuer zuuu fragile befand und ich ihr stattdessen die Kiste dafuer aus dem Auto hob! Gratis Kaffee’s, weil ich mich verwundert ueber extrem traurige Gesichter in unbekannten Mitmenschen neben mir erkundigte. Eine wunderhuebsche Second-Hand-Jacke aus einem entsprechenden Laden, weil ich der ausnahmsweise sehr verzweifelt, verwirrt und hektisch wirkenden Laden-Besitzerin hilfreich beim abendlichen Einraeumen der auf dem Gesteig dargebotenen Waren half?
        Gemuese in rauhen Mengen und Massen von der Nachbarin bekam (meine lieber tennis-spielende gleichaltrige Nachbarin aber nicht); geschaetzter Grund mir ggue. hierfuer: den immer mit Begeisterung ausbuechsenden Riesen-Labrador-Mischling von Hund – egal wann und wo ‚erwischt‘ immer versuchte mit mir zu ihm heim zu koaxen (nicht immer einfach: er war eindeutig groesser und staerker als ich; als manchmal ‚Beifahrer‘ bei mir hatten wir ausserdem ‚besten dicksten Neben‘ IM Auto waehrend der Heimfahrt 😉 ) und ihn vorm schussberechtigten Foerster auch noch als meinen eigenen verteidigte (Foerster lernte zwar bald die Wahrheit, aber in manchen Sachen ist seeehr schwer ueber meine mikrigen 1,56 m zu kommen 😉 !) Usw. usw. usw !
        Eigentlich mag ich mein eigenes ‚merry-go-round‘ von Leben ganz gerne. Eine gewisse Grund-Disposition von auch mich an sehr einfachen Sachen erfreuen zu koennen, garantiert mir allerdings auch immer wieder die Kraft, Schwierigeres zu loesen, OHNE daraufhin in Dauer-Pesimismus zu versinken. Wenn man aber schon mal eine Wahl hat …. (= zwischen ‚Opti‘ und ‚Pesi‘ …. gemeinsamer/vereinender „Mist“ zum Loesen bleibt uns immmmer noch genuegend 😉 !)
        “ “ “

        Hakuna matata, mate ! 😀

        ** Vorgeschichte fehlt weil nicht als Gesamtes eingespielt; ausserdem, noch immer ’scroll und Kontroll Probleme‘ hier – sorry !

        • Stimme Dir zu, G..
          Eines der Übel ist die Umrechnung von Leben in Geldsummen, nach willkürlichen Kriterien. Das Streben nach Besitz über das vernünftige Maß hinaus, ohne Rückkopplung ins Leben. Bin ich pessimistisch? Vielleicht. Aber – es hat auch was gutes, denn es KANN NUR BESSER WERDEN, als man als worst case erwartet.

          Was für Probleme hast Du denn mit wordpress?
          Vielleicht kann ich da noch etwas ändern, oder liegt es am neuen Design? Lg, Sathiya
          (den Sermon inkl. link muß ich noch gründlicher lesen, Antwort später 😉 )

      • Das sehe ich, das akzeptiere ich. Streben nach Glück, ganz großes Menschnrecht.
        Ich will und werde keinem vorschreiben, wie er sein Glück findet, das kann ich nicht. Doch nehme ich mir das Recht, gelegentlich mal auf eine meiner Meinung nach ungute Entwicklung aufmerksam zu machen.
        Gesellschaften sind ein wenig wie Menschen: sie entstehen unter Schmerzen, machen eine Wachstumsphase durch, eine Trotzphase, fühlen sich als junge Erwachsene unsterblich, wollen die Welt verbessern, als Erwachsene wollen sie ihre Erfahrungen sichern und missionieren, als Älterwerdende das Geschaffene bewahren, notfalls auch mit Gewalt, im Alter stur und starsinnig, und letztendlich gehen sie unter. 🙂
        Wir könnten ja bei Gelegenheit mal darüber philosophieren, in welcher Phase sich die verschiedenen Nationen mit ihren Gesellschaftsformen gerade befinden, sinnigerweise mit einem kleinen Exkurs in die Geschichte. Das wäre vielleicht ganz interessant…

        • Phase der Nationen:
          D: Pess(t)i-Misten (Senioren?)
          Austral.: Opti-Misten (= vermehrter ‚Scheiss‘ = Junioren?)
          😉 😀
          Ach ich mag nimmer – sorry!
          Die sollen in den sog. ‚unterzivilisierten‘ Laendern erst einmal lernen, etwas mehr Augenmerk auf ‚Arbeit’/Kreation zu legen, als den ganzen Tag mitunter deren stark ‚ruled by their dick‘ Maenner das letzte Futzel Gehirn dann noch mit sonstigen Drogen auf’s Spiel zu setzen.
          Sie haetten genuegend ohnehin schon zu tun mit den Unbil ihres eigenen Klimas (und kommt mir jetzt bitte KEINER, dass das davon kommt, weil wir die ‚Dinosauriere‘ ueberjagt haetten; es sind noch genuegend – obwohl ‚evolutions-facioniert‘ – uebrig geblieben! 😉 )
          Denn – wenn wir ‚das‘ so machen wuerden, haetten wir dieselbe Situation !

  5. Weitere Auskoppelung aus meinem ‚Sermon‘ hierzu:

    Was sog. ‚unterzivilisierte Laender‘ und deren Versorgung betrifft: es scheint sehr schwierig zu sein, denen zu erklaeren „vielleicht solltet ihr Euren Fortschritt doch etwas anders in Angriff nehmen, als wir dies mit unserem Eigenen taten“. Dies noch dazu, wo denen ‚Unserer‘ aber a) so erstrebenswert erscheint b) auch als solches ‚verkauft‘ wird
    (weil wir sonst selbst wohl seehr schnell selbst die ‚Unterzivilisierten‘ waeren, waehrend die ‚Vorherigen‘ dann die Moderneren/Aktuelleren waeren.)

    Wisst Ihr, meine einzige wirklich solide Religion wie auch Politik ist ‚Die Scholle‘: sie ‚macht‘ einfach !!! Ob Du als Mensch das lenkend ausnutzt/eingreifst oder sie einfach sich selbst ueberlassen DOCH iiiirgendwas macht – auch wenn nicht unbedingt das Gewuenschte von dem ‚kleinen, zuufaellig mitredensfaehigen Menschlein‘ drauf, welches auch nur EIN Wuermchen unter den vielen anderen von ihr (Erde) ist. Sie LAESST dadurch auch absterben = toeten indem manche NICHT ausreichend geeignet sind ‚mitzuspielen‘; ABER: sie kreiert NEUE, Bessere – selbst wenn auch diese nur temporaer ‚besser‘ angepasst sein koennten!

    Ja, Leute, ich weiss auch nicht WAS richtig/besser ist; meine Erfahrung: wenn zuuuu viele immmmer dasselbe machen, ist dies – sogar in Wald-, Forst- und Landwirtschaft – eher schaedlich = Denkanstoss ?! 😉

    LG, G.

  6. PS:

    Mein Problem hier auf Deinem Blog: das scroll-Verhalten im Kommentarkasten ist limitiert; inkl. es ’schwingt’/schaukelt von oben nach unten.
    Da braeuchte ich ja Saecke von Ingwer gegen See-Krankheit. D.h., so ich diese jeee heil vom Geschaeft ueber die Auto-Heimfahrt ueberhaupt bis ins Haus schaffen wuerde – seufz.
    Traeume z.B. derzeit von ‚Panforte de Australis‘ = null Problemo – ausser mit diesem immer schon vorher verdunstendem Ingwer. Hubby hat mich ja schon oefter verdaechtigt, dass ich womoeglich gar nicht unter ‚Reise-Krankheit‘ leiden wuerde, aber ‚es‘ eine verdammt guuuute Ausrede ist, um … (rotwerd; da eines der Sachen, wo meine Disziplin ziemlich zusammennkracht ).

    LG, G.
    (wenn ich das Klima verknusen koennte, waere Bundaberg MEINE Gegend; Rum haetten sie dort auch noch in abundance 😉 )

  7. Danke an wen auch immer: scheine gerettet zu sein! 😉
    Bussi (ohne Kotzen) 😀
    Er akzeptiert zwar den ‚Maus-Scroll‘ noch immer nicht, aber immerhin die Tastatur-Version und es ’schaukelt und wackelt‘ nicht mehr beim Schreiben an der Kastengrenze (= er spielt sich selbst hoeher); d.h.: ‚Projekt Ruesselkatze‘ schon viiiel ‚kuscheliger‘ ! 😀

    • Das aktuelle WordPress-Theme scheint das Scrollen nicht zu unterstützen, aber Mausnavigation geht wohl. Mich nervt es auch (und es ist mein eigener Blog). Bei längeren Kommentaren bietet es sich wohl an, das Ganze als Text irgendwoanders zu verfassen und einfach reinzukopieren. Ich muß wohl noch ein wenig mit den features hier üben. 😉
      Testtext: kjidkhjhpij
      kjihujghoi+ü#änbkj
      klnojgvfizghp0üopü#+p
      lökmnlkhuguhoijüpk
      kokhuoigiuhjpoöjhokü
      klnkbugf7tz0po+üpjvjkxbkkljdö
      lnkih8fzhjnlkjop
      ppklj9ezr87zuäömirgfpüjn
      und eben seekrank geworden.
      Das ist aber richtiger Mist, das. Das geht ja gar nicht. *würg*
      Hörst du, wordpress? DAS IST MIST!!!!!! 😀

      • Ja, bei Dir, wegen meiner ‚Romane‘ schreibe ich sowieso meist extern bzw. mit viiiiel Zwischenspeichern, denn ansonsten schmeisst es mir auch schon mal den Text unwiederbringbar weg = ‚a-Freude‘.
        Ist aber von Blog zu Blog unterschiedlich. Gestehe ein, durch dieser Art Erfahrungen denn doch immer wieder selbst vom Blog-Eroeffnen abgehalten zu werden. Es scheint diese verflixte Technik dazu ja fast ein Fulltime-Job zu sein und eigentlich wollte ich schon noch leben auch!
        Ist halt schwierig mit den ‚Ruesselkaetzchens‘; ich glaube, ich werd‘ das niiiie ausreichend verstehen und bleibe beim ‚Gaertnern‘ 😉

      • Das ist erst seit Kurzem so (zumindest bei mir), und nur bei Dir, in den anderen WP-blogs kenne ich das nicht. Mal testhalber das Theme umstellen ob es daran liegt ?

        Es ist ohnehin merkwürdig, dieses blog hier hat enorme Ladezeiten. WP war ja noch nie blitzschnell, aber hier ist es regelmässig die Frage „kommt jetzt gleich ein HTTP404 oder kommt doch die Seite ?“ Es kommt immer die Seite, aber es dauert sehr lang.

        • ich werde das theme umstellen. Schon wieder. 😉
          Das gibts doch nicht. War das vorher auch schon so, vor der letzten Änderung? Oder hat dieser Blog an sich so lange Ladezeiten? Ach menno. Bastel ich eben ein bißchen am Blog rum. Baden gehen geht ja momentan sowieso nicht wegen Gipsarm. 😉

        • Die flackernde Commentbox habe ich vorher nie gesehen. Die Ladezeiten waren aber schon immer grauslich. Ist da evtl. irgendwelcher externer content eingebunden wo der Server erst lange nachdenken muss, oder auf dem Neptun steht ?

        • Followup: Was immer Du nun für ein Theme hast oder was immer Du umgebaut/rausgeschmissen hast, JETZT (16:30) ist es vom Tempo her so wie andere WP-blogs.

        • Das theme geändert.
          Anzahl der angezeigten Posts auf 5 gesetzt.
          Überflüssige widgets entfernt bzw. überarbeitet.
          Sonst noch was? Ach ja – den Server vom Neptun auf den Saturn verlagert. 🙂

          Die swinging comment box ist mir schon auf einigen anderen Blogs aufgefallen, ich dachte immer, das läge daran, daß eine Höchstzahl von Worten oder Zeichen erreicht sei, wo auch immer man das einstellen können sollen darf. 😉 ich hatte das Schwingen nicht mit dem theme in Verbindung gebracht. Schade ums theme, gefiel mir ganz gut.

          Danke Dir sehr fürs Nachschauen und Feedback geben. Ich hoffe, ich habe es nicht schon wieder verschlimmbessert… 😉

          Lg, Sathiya

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