Unser aller Busen-Feind

… ist der innere Schweinehund.

Was ist das? Oder besser gefragt – wer?

Jeder kennt wohl den inneren Schweinehund. Das ist der, der mit der Stimme der Vernunft zu uns sagt, daß wir das einen oder andere Anstrengende/Peinliche nicht zu tun bräuchten, weil wir es ja sowieso nicht schaffen/überstehen/managen würden/könnten.

Der uns rät, doch lieber im Bett/auf dem Sofa/ im Sessel liegen/sitzen/fläzen zu bleiben, anstatt den Hintern hochzubekommen und endlich was für seine Figur/Gesundheit/Fitness usw. zu tun.

Der sagt: ‚ach, iß/trink nur weiter, es schmeckt/läuft grad so gut‘ – obwohl einem das Essen/Trinken schon bis Oberkante Unterlippe steht, und man ganz genau weiß, daß es einem danach schlecht gehen wird.

Der uns hindert, j e t z t  endlich das Notwendige zu  t u n, anstatt es immer auf „morgen“ zu verschieben.

Und er tarnt sich als unsere eigene innere Stimme. Sehr oft unerkannt, flüstert er seine Ratschläge… und kaum einer kennt seine wahre Stimme.

Die Umgewöhnung vom Alten zu etwas Neuem und Ungewohnten dauert ca. 6 Wochen. Solange muß man mindestens durchhalten, bis einem die neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Was wir aber nach kurzer Zeit statt Zustimmung in unserem Inneren hören, ist die innere Schweinehund, der unbedingt wieder zu seinen gewohnten Ritualen zurückwill. Und dem ist es völlig egal, ob uns diese gutgetan haben oder nicht. Er will das Alte, und zwar sofort. 😉

Machen wir ein Experiment: Wie nehmen wir die Stimme des inneren Schweinehundes ganz genau und unüberhörbar wahr? Und wie ordnen wir ihn uns unter?

Stellen oder legen wir uns eine Uhr bereit, sodaß wir sie ohne Schwierigkeiten ablesen können.

Füllen wir zwei 2-Liter-Gurkengläser randvoll mit Wasser, schrauben sie zu und ergreifen sie an den Deckeln mit unseren Händen.  Heben wir unsere Arme seitlich im 30°-Winkel gestreckt nach oben und halten diese Position, mit den Gläsern nach unten hängend  in der Hand, für eine Viertelstunde. Das ist alles.

Derjenige, der unweigerlich nach spätestens fünf Minuten zu uns spricht, dieses Experiment als Schwachsinn, Zeitverschwendung, Irrsinn usw. bezeichnet – ist unser lieber innerer Schweinehund. Und wie schön er schimpfen kann! Einfach unglaublich, mit welchen Ausdrücken er daherkommt – die man bis dato selbst nicht kannte. Aber wir bleiben eisern, halten unsere Arme weiter schön im 30°-Winkel gestreckt nach oben.

Die ersten Muskeln fangen an zu zittern, was der Kerl zum Anlaß nimmt, plötzlich seine Taktik zu ändern. Er meint: ‚die Arme fangen an zu zwiebeln, hör doch auf, ja, du hast mir gezeigt, wer der Herr/die Dame im Haus ist. Nimm die Arme runter, nur ein kleines Stückchen… und noch eins, und noch eins, und …‘ wie sehr er schmeichelln kann, der Charmeur!  Aber wir sind der Herr/die Dame im Haus und halten unsere Arme weiterhin nach oben, die Gläser fest im Griff.

Nun imagiert der Mistkerl etwas neues: uns fielen die Gläser aus den Händen, und eine seelige Erleichterung breitete sich aus (zuzüglich Wasser und Glassplittern) … und alles was wir dafür tun müssen, ist, einfach loszulassen. Tun wir aber nicht. Werden dafür übelst beschimpft. Und er fängt an zu flennen. Das könnten wir doch nicht tun, das wäre unfair, und ihm (IHM!!) täten die Arme ja so weeeh…

Wir halten eisern unsere Arme mit den Gurkengläsern 30° nach oben. Die nun wirklich leicht schwerer wirken. Es scheint so, als habe sich das niedliche Kerlchen gleich mit draufgesetzt… und schaukelt und macht sich SCHWER.

Unser Atem beginnt schwerer zu gehen – das ist normal. Ungewohnte Anstrengung, das.

Herr Schweinehund versucht es auf der Vernunftschiene: ja, wir hätten schon 10 Minuten geschafft, mehr wäre nicht notwendig, er kapituliere. Sonst hätten wir später mörderischen Muskelkater, wenn wir jetzt entgegen jeder Vernunft weitermachten. Es wäre nur vernünftig, aufzuhören, bevor es häßlich würde. ‚Im Übrigen war und ist das eine tootal bescheuerte Idee. Hör sofort auf, du Idiot, ich rede sonst nie wieder mit dir!‘ (aber genau das wollen wir ja, wir wollen, daß er auf UNS hört und nicht wir auf IHN!!)

Eisern, mit hochrotem Gesicht, halten wir unsere Position.

Er fängt an, nach Spiegelbildern zu suchen und uns vorzuhalten, wie dämlich man aussähe, wenn nun jemand ins Zimmer käme und uns so sähe, was würden wir dann als Erklärung vorzubringen haben? Er macht sogar Anstalten, uns die Kontrolle über unsere Stimmbänder zu entreißen, um jemanden zu rufen, der dann ins Zimmer käme, und wir dann aufhören MÜSSTEN, weil wir uns sonst lächerlich machen würden. Aber wir knurren ihn nur an – und uns ist egal, ob jemand ins Zimmer kommt oder nicht, wir wollen ihn uns unterordnen! Mit Gewalt, wenn nötig!

Bis hierher haben wir durchgehalten. Wir schwitzen wie ein S—, hochrot, schnaufend, zitternd, aber wir halten die Gläser fest. Die Uhrzeiger/digitale Zeitanzeige fest im Blick.

Die letzte Minute ist angebrochen. Fast geschafft. Und der kleine Mistkerl spielt sein letztes Ass aus: ‚ach, du hast es ja geschafft – egal ob 12 oder 14 Minuten, die Geste ist es, die zählt, hör doch auf…‘

Die letzten Sekunden geraten zum allerschlimmsten Machtkampf überhaupt.

Aber wir – halten unsere Arme nach oben. Und senken sie, nach exakt 15 Minuten langsam nach unten, um unsere verkrampften Finger zu lösen, was nicht so leicht ist – denn unser Schweinehündchen probt ein letztes Mal den Aufstand: ’siehst du, was du angerichtet hast, du IDIOT? Das ist alles deine Schuld, du Versager, Blödmann, …?%&/@§%/§$!!, wehe du machst das nochmal!‘  Wir aber, in aller Seelenruhe, heben unsere Arme mit den ums Schraubdeckelglas gekrampften Fingern für eine weitere Minute in die nämliche Position. Bevor wir endlich loslassen. Aus eigenem freien Willen. 😉

Geschafft.

Wir sind der Herr/die Dame im Haus, Sieger nach Punkten.

Wünsche nette Unterhaltung mit dem persönlichen inneren Schweinehund!

🙂  Grüße, Sathiya

Streuselkuchen mit fruchtiger Schicht

Für ein Blech Streuselkuchen

Pâte Fermentée

  • 175g Mehl Type 550
  • 125g Wasser
  • 2g Hefe
  • 3g Salz

Teig

  • Pâte Fermentée
  • 275g Mehl Type 550
  • 50g Dinkelmehl Type 630
  • 175g Milch
  • 3g Salz
  • 10g Hefe
  • 50g Zucker
  • 100g Butter

Zum Bestreichen

  • 3 El Aprikosenmarmelade

Streusel

  • 400g Mehl Type 550
  • 250g Butter
  • 200g Zucker
  • 2g Backpulver
  • ein bisschen Wasser nach Bedarf

Die Zutaten für den Pâte fermente miteinander verkneten und 1 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen. Danach für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank fermentieren.

Alle Zutaten bis auf die Butter für 5 min auf langsamer Stufe in der Küchenmaschine kneten.

Dann weiter 7 min auf mittlere Geschwindigkeit kneten. Zuletzt die Butter hinzufügen und weiterkneten, bis sie komplett in den Teig eingearbeitet ist.

Den Teig 1 Stunde gehen lassen.

Währenddessen die Zutaten für die Streuel zu einem bröseligen Teig verkneten. Wenn der Teig sich nicht zu dickeren Bröseln verkneten lässt, ein wenig Wasser hinzufügen.

Den Teig auf Backblechgröße ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit Streuseln bestreuen.

Eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C vorheizen.

Den Kuchen bei 180°C für ca. 35 min mit Dampf backen.

gefunden hier:  http ://www .hefe-und-mehr.de/2013/05/streuselkuchen/   (kein Hyperlink)

 

Ergänzung vom 31.7.: Fotos

Streuselkuchen3

Streuselkuchen

Streuselkuchen6

hier sieht man sehr schön die fruchtige Schicht aus Aprikosenmarmelade

Streuselkuchen2

Zuckerkuchen

Streuselkuchen5

das Beste daran ist die leckere Zucker-Butter-Kruste, gleich nach dem luftig-lockeren Boden. 😉

Wer gehört wem – Grafik

Diese Grafik habe ich von hier: http ://diamondoftears.wordpress.com/2013/07/06/nestle-bose/  (kein Hyperlink, Originalbildquelle ist nicht angegeben)

Wer gehört wem – ein ernüchterndes Bild. So wenige Konzerne bestimmen das Gesicht der Wirtschaft. Ich finde das ernüchternd und erschütternd, und als eine Bedrohung.

Bisher ging ich davon aus, daß es viele unterschiedliche Unternehmen gibt, die alle für sich selbst agieren und nicht zum Wohl eines oder mehrerer Mutterkonzerne. Ich wollte nicht wahrhaben, daß fast nur noch die Marken als solche existieren und keine Einzelunternehmen mehr sind. Ab und zu werfe auch ich ja einen genaueren Blick auf das in buntes Plastik eingepackte Körperpflegezeug und auf den Hersteller, und ich vermisse den einen oder anderen oder es steht plötzlich ein ganz anderer drauf. Wem gehört noch mal Bayer? Oder von wem ist die CD-Seife? Oder Zahnpasta? Und wer zum Kuckuck produziert die ganzen Billig-Abklatsche der großen Marken, die Eigenmarken der Supermärkte und Drogerien? Der Preis der Globalisierung? Daß man überall auf der Welt dasselbe Shampoo/Deo/Zahnpasta kaufen kann?

die_groc39fen_konzerne

Dies sind nicht die Vereinten Nationen, meine Damen und Herren, sondern die Vereinten Konzerne, die eigentlichen Herrscher der Welt.

Desillusioniert (und es hilft mir nicht wirklich, wenn gesagt wird, dasselbe wüßte man ja schon seit Jahren, es wäre also bekannt – nein, tut es nicht! Nach dieser Argumentation müßte man auch solche Selbstverständlichkeiten wie 1+1=2 nicht ständig wiederholen, da es ja ohnehin klar sei.)  Sathiya

Das Primat der Kalorie hat ausgedient

Im Januar wurde ich auf einen Beitrag vom Blog Vorspeisenplatte aufmerksam: vorspeisenplatte.de/speisen/2013/01/fragwurdige-medizinische-lehrmeinungendie-kalorie.htm   (kein Hyperlink)

Darin vertreten wurde, daß die allgemein übliche Auffassung von „Kalorien equ. Nährstoffgehalt eines Lebensmittels“ und „Energiegehalt der Nahrung equ. dem Körper zur verfügung stehende Energie“ so nicht stimmen kann. Das erschließt sich ganz einfach aus der Methode, mit der der sogenannte Kaloriengehalt einer Lebensmittelprobe gemessen wird, mittels eines Bombenkalorimeters: (Text von da)

Dazu benutzt man zunächst ein Bombenkalorimeter (auch Berthelotsche Bombe genannt). Dabei wird das zu analysierende Produkt, egal ob Wurst, Holz oder Stroh in einer Schale unter Sauerstoffüberdruck mittels eines Glühdrahtes verbrannt. Die Brennkammer ist von einem Stahlmantel umgeben, der wiederum vollständig von Wasser umgeben ist. Die sich entwickelnde Energie erwärmt das Wasser. So lässt sich die Energiemenge ausrechnen.

Ich stimme in die Verwunderung der obengenannten Blogautorin ein. Was hat der menschliche Körper mit einem Stahlgefäß zu tun, in welchem per Zünddraht und unter Sauerstoffeinfluß Dinge verbrannt werden, die eine bestimmte Wassermenge um einen meßbaren Wert erhitzen? Inwiefern kann man daraus seriöse Rückschlüsse auf den Stoffwechsel in einem beliebigen menschlichen oder tierischen Körper ziehen und welche Energiemenge diesem genau durch die Aufnahme eines Lebensmittels zur Verfügung steht??

Wir wissen noch viel zu wenig über den Stoffwechsel an sich, darüber, welche Nährmittel wie genau verstoffwechselt werden und welche Energiemenge sie genau liefern, und halten uns mangels Alternativen an einer per Pi mal Daumen geschätzten Nährwerttabelle fest, als wenn es ein Amulett wäre.

Werft die Kalorientabelle weg! Sie nützt nichts und schadet nur. Das Primat der Kalorie hat ausgedient. Hört auf euren Körper, nehmt zu euch, was euer Körper euch sagt, daß er braucht, achtet auf seine Zeichen.

Mein persönlicher Ansatz lautet:

These 1: Es gibt keine „Kalorie equ. Nährwert“. Es gibt eine Methode, mit der man die Verbrennungsenergie eines Stoffes relativ genau bestimmen kann, aber nur außerhalb des menschlichen Körpers. Rückschlüsse davon auf den menschlichen Stoffwechsel sind nur unter extremen Vorbehalten möglich und sinnvoll.

Es gibt Erfahrungswerte davon, welche Menge an Lebensmitteln ein Mensch zum Überleben braucht, die allerdings empirisch bestimmt wurden (z.B. in Kriegs- und Nachkriegszeiten, als es tatsächlich um jede „Kalorie“ ging, eventuell sogar an Gefangenen in Gefängnissen und Lagern), die heute allerdings von jeder Ethikkommission wegen unethischem Studiendesigns abgelehnt werden würden. Nur hat man damals eine Maßeinheit gebraucht, um die Lebens- und Nährmittelmengen gegeneinander abwägen zu können, und die Lebensmittelkarten entprechend zu gestalten, und hatte keine Wahl, als auf die Kalorie zurückzugreifen, die wenigstens ungefähr den Energiegehalt wiedergab, und man hoffte das Beste.

These 2: Es gibt keine gesündere „kalorienarme“ oder ungesündere „kalorienreiche“ Lebensmittel, nur naturbelassene Lebensmittel, konservierte Lebensmittel und Nahrungskonzentrate. Folgend eine kleine Übersicht, ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, auch sind die Grenzen fließend, bitte als Denkanstoß zu verstehen.

  • Die natürliche Ernährung basiert – wie es die Bezeichnung schon besagt – auf naturbelassenen Lebensmitteln. Das ist die gesündeste Art, ohne weitere Begründung oder Erläuterung, da selbsterklärend. Alles was wächst, gedeiht, gejagt, gefischt, ausgegraben, gepflückt, geerntet, gefunden wird, ist naturbelassen und damit vorzuziehen. Vitamine inbegriffen. Obst, Gemüse, Pilze, Nüsse, Fisch, Fleisch, Geflügel, Eier, Milch, Kräuter, Gräser, Getreide, Wasser, Mineralerde, Meeresfrüchte, Frösche, Schnecken, Insektenlarven (egal, auch wenn es einen ekelt – ist naturbelassen) usw.
  • Konservierte Nahrung bedeutet: naturbelassene Lebensmittel zubereitet und somit länger als bis zum unmittelbaren Verbrauch haltbar gemacht, damit etwa ein Wintervorrat oder so angelegt werden kann. Dazu gehören Milch und Milchprodukte, Öl, Obst- und Gemüsekonserven (mit Zucker und Salz haltbar gemacht), Fischkonserven, kandiertes Obst, geräucherter Schinken, Getreidemehl usw.
  • Konzentrierte Nahrung ist alles, was Nährstoffe in konzentrierter Form und im Übermaß enthält. Beispiele: Kuchen (Konzentrat aus Zucker, Fett, Mehl, Ei), Schokolade (Konzentrat aus Zucker, Fett, Kakao), Wurst (Konzentrat aus Fett, Fleisch, Eiweiß), Butter und Käse (Konzentrat aus Milch), Brot (Konzentrat aus Brotgetreide), Nudeln (Konzentrat aus Mehl und Eiern), modernes Fastfood (Pommes: Konzentrat aus Fett und Kartoffeln bzw. Mehl), Fertiggerichte, Süßigkeiten (Zucker- und Zucker+Fett-Konzentrat), industriell gefertigte Frühstückscerealien, Fruchtsäfte, Eis, Marmeladen und noch viele mehr.
  • Gruppe 4: Luxusgüter wie Kaviar, Edelfische, Edelöl, Wild, Weine usw. habe ich unberücksichtigt gelassen. Die Gewichtsprobleme der reichsten 100 Menschen dieser Welt sind mir herzlich egal. Die akzeptiere ich einfach. 😉

Die sich aufdrängende Schlußfolgerung: die übliche Nahrungsmittelpyramide, wie sie allerorten sogar schon im Kindergarten gelehrt wird, muß überarbeitet werden. Es gilt nicht, den bösen Zucker zu vermeiden oder das noch bösere Fett, es gilt nicht, morgens unbedingt Müsli mit Milch und Früchten zu frühstücken oder in der Schule ein belegtes Brot mit Salat und Käse zu essen, und zwei „zuckerfreie Vormittage“ einzuhalten, weil das aktuell als das Gesündeste gilt, sondern es gilt, generell übers Essen umzudenken, und zwar fundamental.

Die moderne Nahrungsmittelpyramide sieht aus wie sie aussieht, weil wir uns nicht mehr wie vor 100 Jahren von Gemüsebeet, Kartoffelacker, Getreidefeld, Bauernhof, Obstbäumen, Hühnerstall, Viehhaltung, Fischfang usw. ernähren, sondern weil wir unsere Lebensmittel überwiegend im Supermarkt kaufen, bunt und lecker verpackt, stylish designt und mit von ausgebufften Werbepsychologen ausgedachten Werbesprüchen bedruckt bzw. beworben. Selber anbauen und Vieh züchten ist out, zeugt von Rückständigkeit und Armut, hingegen Lebensmittel kaufen zu können, jederzeit alles, wonach einem der Sinn steht, ist in und zeugt von Reichtum, so die moderne Auffassung.

These 3: Eine gute Mischung aus naturbelassener, konservierter und konzentrierter Nahrung mit einem Schuß Luxus ist die neue moderne Ernährung.

Es spricht nichts gegen Schokolade (um beim Lieblingsbeispiel zu bleiben 😉 ), sofern man sich vor Augen hält, daß Schokolade ein Nahrungsmittelkonzentrat mit extremer Energiedichte ist (ob nun nach Kalorientabelle berechnet oder nach beobachteter Leistungsfähigkeit nach Genuß derselben), und man sie nicht zum Spaß, aus Langeweile oder zwischendurch konsumiert, sondern tatsächlich als Nahrungsmittel benutzt (wie Alpinisten oder Extremsportler). Es spricht aus deselben Gründen auch nichts gegen konservierte Nahrung. Es ist der Mix, der in diesem Fall die Musik macht. 😉  Das schließt Genuß keineswegs aus, ganz im Gegenteil! Wir müssen Genuß nur wieder neu lernen und ihn eben nicht mit buntbedruckten Plastikverpackungen und Silberfolie assoziieren, und damit, wider besseres Wissen und alle guten Vorsätze „zu sündigen“, indem wir uns ohnehin schon als ungesund bekannte Dinge dennoch essen, sondern vielmehr mit guten hochwertigen quietschfrischen duftenden leckeren so gering wie möglich bearbeiteten Lebensmitteln – und einem Schuß wahren Luxus.

Und zum Schluß These 4: (mein persönliches Credo): lebe nicht um zu essen – sondern iß um zu leben.

Viele, zuviele Menschen essen nicht um zu leben, sondern essen um zu essen, um des Genusses willen. Das ist ja an sich nicht verwerflich – aber nur um des Genusses willen?! Sie essen aus Langeweile, aus Frust, nach der Uhr, weil man eben immer ißt, auch ohne wirklich Nahrung zu benötigen. Jeder Mensch kann ohne weiteres 24 Stunden und sogar mehrere Tage ohne feste Nahrung auskommen, das ist nur eine Sache des Willens und des Trainings. Keiner verhungert innerhalb dieser wenigen Tage. Dessen sollte man sich bewußt sein. Wir Menschen sind keine Kaninchen oder Pferde, die den ganzen Tag essen müssen, damit ihr Verdauungsystem nicht außer Gang gerät. Wir können bewußt auf Nahrung verzichten und sollten es auch ab und zu tun. Wenn wir es tun – erleben wir die Nahrung tatsächlich ganz neu als Lebensmittel und nicht lediglich als Mittel, den Genuß zu steigern.  Dann fällt es einem auch gar nicht mehr schwer, auf Schokolade zu verzichten… 😉

Diese Überlegung soll mein Schlußwort sein. Ich habe gesprochen, howgh! 😉

Wie immer ohne Gewähr oder Anspruch auf Vollständigkeit. 🙂 – Beste Grüße, Sathiya

Ergänzende Erklärung: ich habe als Grundlage meiner Überlegungen die übliche westlich-zivilisierte Lebensweise genommen, die aus dem Vollen schöpfen und aus vollen Supermarktregalen einkaufen kann, die die Zeit und Muße hat, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was sie denn heute leckeres und neuartiges, was den Gaumen reizt und den Genuß steigert, essen könnten, und dabei übermäßig viel zu sich nehmen und die entsprechenden übergewichtigen Körper und Krankheiten entwickeln. Dieser Post ergibt nur für Menschen einen Sinn, die 1. übergewichtig sind, 2. abnehmen wollen oder müssen, 3. aus dem Kreis der Diäten ausbrechen wollen, und 4. sich der Problematik des Abnehmens einmal von einer ganz anderen, unorthodoxen Seite nähern wollen. Für Menschen, die keine Probleme mit ihren Gewicht haben, die vielleicht sogar um ihr Überleben, ihre Lebensgrundlage kämpfen, sind diese Überlegungen noch nicht einmal die Zeit wert, sie zu lesen. 😉

Das weltbeste Fladenbrot

Fladenbrot – Pide

Zutaten:

900 g Mehl
1 TL Salz
1 Würfel Hefe (42 g)
2 EL Grieß (Hartweizengrieß)
1 Ei(er)
1 TL Zucker
Olivenöl
Sesam
Schwarzkümmel
Salz, 4 grobe Körner davon
600 ml Wasser, lauwarmes
Fett für das Blech
Mehl für die Arbeitsfläche
Grieß für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Mehl mit Salz in eine Rührschüssel sieben. Hefe in 600 ml lauwarmem Wasser glattrühren und unter das Mehl mischen. Alles zu einem weichen Teig verarbeiten. Dabei ca. 5 Minuten kräftig durchkneten, bis der Teig nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 250°C (Gas: Stufe 5) vorheizen.

1 großes Backblech einfetten und mit Backpapier auslegen.

Den Teig mit etwas Mehl an den Händen noch einmal kurz durchkneten, dann in zwei Kugeln teilen. Die Arbeitsfläche mit Mehl und Grieß bestreuen und darauf die Kugeln mit den Händen (!) zu zwei runden Fladen von ungefähr 25 cm Durchmesser flachdrücken. Beide Fladen auf das Blech legen und weitere 10 Minuten gehen lassen. Dieses letzte Gehen ist wichtig, damit die Brote nachher schön fleischig sind.
Die Fingerspitzen nun einölen. Damit in jeden Fladen im Abstand von 4-5 cm ein Rautenmuster eindrücken. Ei mit Zucker und 1 EL Olivenöl verquirlen, die Brote mit dieser Mischung einpinseln.
Sesam und Schwarzkümmel über die Fladen streuen. Auf jeden Fladen 2 grobe Salzkörner legen (dies gibt ein besseres Aroma, weil insgesamt sehr wenig Salz im Teig ist).

Insgesamt 10-12 Minuten im heißen Ofen (200° – 220° goldbraun backen.

Achtung, jetzt kommt der Clou: Nach 5-6 Minuten Backzeit die Ofentür kurz öffnen und schnell 1/4 Tasse kaltes Wasser auf den Ofenboden gießen. Tür sofort wieder schließen, damit der Wasserdampf im Ofen bleibt und in die Brote einziehen kann. Dann zu Ende backen.

von hier:  www .chefkoch.de/rezepte/897091195139270/Das-weltbeste-Fladenbrot.html

Viele Grüße, Sathiya