Wie man einen guten Wein erkennt

So und nicht anders:

Hören Sie jetzt genau zu! Wissen Sie, wie viele Kriterien es gibt für “guten Wein”? Ein einziges, genau eins! Egal, wo der Wein herkommt. Egal, was die Flasche kostet. Egal welcher Jahrgang, welche Rebsorte; egal, was sonst auf dem Etikett stehen mag und was Uhupardo dazu meint – nur wenn er Ihnen schmeckt ist es ein guter Wein. Nur dann und sonst nicht! Das ist das einzige Beurteilungskriterium. Punkt.

von hier

Grüße und sehr zum Wohl, Sathiya

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Das Plastiktütenphänomen

Ich muß mich wundern. Über Leute, denen das Geld jeden Monat zu knapp ist, die nur billigste Lebensmittel kaufen, und die trotzdem anscheinend nicht über die Runden kommen, denn für Körperpflegemittel wie Seife und Shampoo, von Deo mal zu schweigen, fehlt das nötige Kleingeld. Für neue Kleidung und Waschpulver ebenso, und erschütternderweise auch für Nähzeug, um die schlimmsten Löcher und ausgerissenen Stücke wieder zu flicken. Aber – jedes Mal, wenn ich diese Menschen einkaufen sehe, gehen sie mit Tüten voller Einkäufe nachhause. Neuen Tüten, das Stück zwischen 20 und 50 cent. Pro Woche gehen sie fünfmal einkaufen, jedesmal pro Einkauf zwei Tüten, macht 10 Tüten oder einen Betrag zwischen 2 und 5 € allein für die Plastiktüten. Sind pro Monat 8 bis 20 €, pro Jahr … Dafür habe ich das Geld nicht übrig. Da bin ich zu geizig, da finde ich ausnahmsweise mal Geiz so richtig geil.

Wie kommt es? Wie kommt es zu so einem Verhalten?

Es kann einen doch nicht wirklich überraschen, daß man, wenn man im Supermarkt einkauft, eine Tasche oder Tüte benötigt, um alles nachhause zu transportieren. Wenn man öfter einkauft, weiß man doch auch so ungefähr, welche Mengen man kaufen wird und daß man eine Tragemöglichkeit brauchen wird, und kann in weiser Voraussicht eine Tasche oder Beutel in passender Größe und Anzahl mit sich führen. Aber wirklich, ich beobachte das jedes einzelne Mal. Und es sind immer dieselben.

Vielleicht sollte ich mal einen Workshop anbieten – „Wie Sie richtig Geld sparen, indem Sie sich ein-für-alle-mal eine Einkaufstasche in ordentlicher Größe zulegen, damit die horrende Summe von bis zu 260 € im Jahr sparen, die Sie sonst ohne mit der Wimper zu zucken für Einmal-Einkaufstüten ausgeben, und sich davon nicht nur Duschgel, Shampoo, Deo, Waschpulver kaufen können, sondern sogar noch etwas übrig haben.“ Völlig und absolut garantiert kostenlos.

Ich habe übrigens mal vorsichtig ein paar Leute gefragt, die immer zuviel Geld für Tüten, aber nicht genug für andere Dinge zu haben scheinen, warum sie sich denn anstelle der Plastiktüten keinen Stoffbeutel kaufen würden. Denn dieser wäre 100fach wiederverwendbar, waschbar, klein zusammenfaltbar, paßt in jede Jacken- oder Hosentasche, hat man immer dabei – die Antwort sollte mich eigentlich nicht erschüttern, tat es aber doch: der Stoffbeutel sei mit 1,50 € zu teuer. Da. Haben. Sie. Es. !!!

Halb lachend, halb nicht, viele Grüße, Sathiya

 

Geschichte der Handarbeit

Eine Bloggerin schrieb einen guten und interessanten Beitrag über Handarbeiten, ihre mutmaßliche Geschichte, Entstehung, Intention, und ihre heutige Bedeutung als unter anderem Selbstfindungsmethode junger und alter Menschen. (link siehe unten) Der Text ist so gut, die Kommentare dazu so voller guter Gedanken und Ansätze, daß ich sie gebeten habe, ihre Text auszugsweise hier veröffentlichen zu dürfen, begleitet von meinen eigenen Worten. Danke!

Auf diese Weise habe ich Handarbeiten (im klassischen Verständnis – Sticken, Stricken, Nähen) noch überhaupt nicht gesehen – als Mittel zum Zweck, junge Mädchen und Frauen davon abzuhalten, eigene Gedanken und Aktivitäten zu entwickeln, um sie zu unterdrücken und im Zustand des Zweifels über ihre eigenen Fähigkeiten zu halten.

Kein Wunder, da sich junge Frauen mit ihren Stricknadeln, Nähmaschinen und Stoffballen politisch, feministisch, ja geradezu umstürzlerisch fühlen!

Obwohl sie das eigentlich nicht müßten – denn sie bekommen genau dieselbe formale Schulbildung wie die jungen Männer, haben dieselben Möglichkeiten, zu studieren, ihr intellektuelles und kreatives Potential voll auszuschöpfen, Manager und Politiker zu werden und werden auch nicht mehr gezwungen, aus traditionellen Gründen monatelang ihre Aussteuer zu besticken (was ja zu zu Lasten der Zeit ginge, die sie vielleicht auch zum Lernen, Lesen, Diskutieren und selbst schreiben aufwenden könnten) und zuhause als Hausmütterchen zu versauern und sozusagen aus Langeweile zu sticken.

Handarbeiten anzufertigen ist zeitaufwendig und nicht eben mal nebenbei getan, genau wie es für jede andere gutausgeführte Arbeit gilt, nur ist es in unserer modernen Gesellschaft nicht so gut angesehen, bzw. die Familie trägt industriell hergestellte Kleidung. Wenn dann aber mal jemand seine Haushaltstextilien selbst herstellt, wird es geradezu als selbstverständlich angesehen, daß jemand strickt oder näht, und Kleidung und Heimtextilien anfertigt (vom Pflegen und Waschen derselben mal ganz zu schweigen).

Eine Bemerkung aus den Kommentaren beschäftigt mich am meisten: „… formale intellektuelle Bildung alles ist, was zählt. … “

Wo sind die Leistungen der Frauen, wo werden sie so gewürdigt wie die der Männer? Wären die großen Geister der Vergangenheit, die Intellektuellen, die Dichter, Stückeschreiber, Erfinder, Herrscher zu denselben Leistungen fähig gewesen, wenn sie sich außer um ihre Passion auch noch um die gewöhnlichen Dinge des Alltags hätten kümmern müssen? Essen besorgen, Kochen, Kleidung herstellen, Acker bestellen, Kinder bekommen, aufziehen, die Alten und Kranken pflegen, und so weiter und so fort? Es heißt doch – hinter jedem großen Mann steht eine Frau… die das alles per Handarbeit erledigt und von ihm ferngehalten hat. (Das gilt selbstverständlich nicht für alle, aber für sehr viele. Ebenso gab es große Frauen, die ebensolchen Support hatten, was jetzt aber nicht mein Thema ist.)

Pro und contra Handarbeit – leicht angriffslustige Gedanken:

Handarbeit – ja, aber bitte nicht hier bei uns. Das ist doch unterste Arbeit. Keinesfalls einer Erwähnung oder gar Würdigung wert. (Sarkasmus) In Bangladesh – jahaa, da sieht es doch ganz anders aus… einstürzende Hemdenfabrik hin, brennende T-Shirt-Produktion her… (Zynismus) und überhaupt – so winzige Nähte wie z.B. bei den Nicci-Schlüsselanhängern, das kriegt ein Erwachsener doch nie hin, klar muß das von Kindern, äh, 14jährigen, die sich als 18 ausgeben, genäht werden. 12, 14, 16 Stunden am Stück – kein Problem, wenn man sich vorstellt, wo die Kinder sonst landen würden?! Auf der Straße! Prostitution! Drogen! (Ironie, Sarkamus, Zynismus).

Und ein Zahnarzt – führt er etwa keine Handarbeit aus? Oder Zahnärztin, meinetwegen, oder Chirurgen, oder Klempner… deren Arbeit ist deutlich besser angesehen und gewürdigt und auch bezahlt, als die Arbeit einer beliebigen Näherin/Stickerin/Strickerin, whatever.

Jedenfalls haben dieser Post, die zugehörigen Kommentare und die letztwöchige Blog-Aufregung um koplosen Näh-Blog-Feminismus meine Ansichten verändert, erweitert und geklärt – und ich habe nun mehr Verständnis für Projekte wie Urban Knitting, yarn bombing, umstrickte Parkbänke, Bäume und Verkehrsschilder und Zebrastreifen aus Strick. Und auch für diejenigen, die sich wegen der Ansichten anderer erniedrigt und beleidigt fühlen.

Irgendwer Lust, endlich mal eine „Kurze Geschichte der Handarbeit“ – aus Frauensicht – zu schreiben? 😉

Grüße, Sathiya

Der Beitrag, der mich zu diesem Post bewog – Textauszüge aus Post und Kommentaren von hier:

http://suschna.wordpress.com/2013/04/23/wohin-das-herz-uns-treibt/  (mit freundlicher Zustimmung, Text in blau von da)

… Ich fühlte mich aber doch an eine Diskussionen erinnert, die in den Büchern über die Geschichte der Handarbeiten immer wieder auftaucht.

Der Frage nämlich, ob Handarbeiten als Beschäftigung für bürgerliche junge Mädchen eben gerade verhindern sollte, dass sie auf dumme Gedanken kommen. Oder ließen die jungen Frauen über der stumpfsinningen Tätigkeit ihren Geist in verbotene Gefilde wandern?

Handarbeitserfahrene Lehrerinnen damals schienen letzteres zu ahnen, denn die Handarbeitsstunden wurden zugleich dazu genutzt, Französisch zu üben und Geschichten vorzulesen. Auch waren Handarbeiten für Leseratten damals ein willkommener Vorwand, ein Buch lesen zu dürfen. Wenn man “sinnvoll” mit Strumpfstricken beschäftigt war, drückte Mutter wohl ein Auge zu und ließ das “unnütze” Lesen durchgehen.

Abhandlungen über die Geschichte der Handarbeiten gibt es nicht sehr viele. Und je nach feministischer Ausrichtung gehen die Schilderungen meist von der These aus, dass Handarbeiten als Unterdrückungsinstrument benutzt wurde. Das ist natürlich schrecklich verkürzt.  Gerade wenn man – wie ich –  voller Bewunderung auf die damaligen Kunstfertigkeiten schaut, wünscht man sich eine differenziertere Betrachtungsweise.

Daran wurde ich bei diesem BBC-Film über die textilen Künste in Indien  (http: //www .bbc.co.uk/programmes/b00zfmkd )  erinnert. (Zur Zeit noch auf arte+7  (http: //videos.arte.tv/de/videos/unbekannte-schaetze-indischer-kunst–7451230.html ) zu sehen).

Der Reporter reist voller Begeisterung auf der Suche nach alten textilen Techniken durch das Land. Unter anderem zeigt er auch prachtvoll  bestickte Gewänder für die Mitgift, an denen Mädchen und Frauen der Nomaden in jeder freien Minute arbeiten. Dieser Brauch wurde allerdings inzwischen unter Strafe gestellt. Die Mädchen sollen stattdessen zur Schule gehen und sich nach einer Arbeit umsehen. “Wenn man heute noch seine Kinder sticken lässt, geht das zulasten ihrer Bildung” sagt eine Mutter in dem Film.

So schließt sich der Kreis zu den handarbeitenden Bürgertöchtern in unserer Vergangenheit.  Gerade lese ich die Tagebuchaufzeichnungen einer, der Lesen und Bildung tausendmal wichtiger war als das lästige Nähen, das aber nötig war, um die Haushaltskosten niedrig zu halten.

Die Geschichte der Handarbeit ist voller Ambivalenzen und es macht Spaß, in alten Quellen  nach Spuren zu suchen. Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger glaube ich, dass die Kunstfertigkeiten wirklich verloren sind. Irgendwo wird es immer jemanden geben, der sich damit beschäftigt. Und wenn man genug Energie hineinsteckt, dann kann man auch an die alte Meisterschaft heranreichen. Diesmal dann ganz freiwillig.

Kommentare (Auszüge):

…  Aber interessant: Befreiung der Frau / Niedergang eines Kulturgutes. … Fällt es uns leichter, den Verlust “exotischer” Fertigkeiten zu beklagen als den Verlust vermeintlich stumpfsinniger Tätigkeiten, die unsere Groß- oder Urgroßmütter noch erlernten?

Spontan kommt mir angesichts dieses angeblichen “Zwangs” zur Handarbeit “um die Mädchen dumm zu halten” der Gedanke, dass diese Interpretation ja auch ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass formale intellektuelle Bildung alles ist, was zählt. Ich finde, dass bei dieser Interpretation, auch wenn sie sich selbst wohl als feministisch motiviert bezeichnet, die Leistungen der Frauen um 1900 gering geschätzt werden. Schon allein weil es erheblich komplizierter und mit mehr Planung und Voraussicht als heute verbunden war, einen Haushalt zu führen, auch mit Hausangestellten. Und das haben diese Frauen hingekriegt, ohne höhere Mathematik. Und rational betrachtet haben z. B. pseudowissenschaftliche Diskurse von Männern über die angeblichen intellektuellen Defizite von Frauen und ihre drohende “Vermännlichung”, sollten sie sich mit Wissenschaft beschäftigen, um 1900 die Frauen unterdrückt und Bildung verhindert. Nicht Stickbücher. Und wenn ich mal davon ausgehe, dass sich im frühen 19. Jh. die meisten Männer ebensowenig wie heute für kunstvoll gestickte Bildchen des Vesuvs interessiert haben, dann fände ich es schon merkwürdig, wenn solche Handarbeiten ausgerechnet als ein Unterdrückungswerkzeug des Patriarchats gesehen werden. (Nach diesem Argumentationsmuster könnten Technikgadgets und Fussball dann subversive und sehr, sehr erfolgreiche Strategien der Frauen sein, um Männer ruhigzustellen und währenddessen den Umsturz zu planen).

Ich wehre mich dagegen, dass das alles, was Frauen an wunderbaren textilen Werken geschaffen haben, als weibliches Kunstgewerbe … abgetan oder als Mittel der Unterdrückung diffamiert wird.
Die wirklichen Unterdrücker waren … die Männer, das sollte man dabei nicht vergessen & Handarbeiten als Ausdrucksmöglichkeiten der Frauen in dem Rahmen, der ihnen zugestanden wurde, sehen.

… Dass der Stellenwert der Handarbeit in der Geschichte so gering aufgearbeitet ist, liegt wahrscheinlich im Wesen der Frauen selbst. Eigene Dinge werden als selbstverständlich genommen und Leistung auch noch oft in Frage gestellt. … Wieviel Frauen von verstorbenen Künstlern gibt es , die sich zur Aufgabe gemacht haben bzw. hatten, das Werk des Mannes hochzuhalten, der Nachwelt würdig zu erhalten von Stiftung bis zu Biografien etc.pp. Zeige mir den Mann, der das Werk seiner Frau öffentlichkeitsreif aufgearbeitet hat, damit es nicht vergessen wird! Arbeiten für den Ruhm anderer, das machen nur Frauen.

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Risiko-Umlegung

Dies ist eine geniale Idee von G., die als Antwort auf den (vorhergehenden) Post über Frauen und Karriere (siehe geschmacks-sache.blogspot.com) kam.

Der Einfall ist so GUT, daß ich einen Extra-Beitrag daraus mache. Hier der Kommentar:

… Denn mein Argument fuer denselben Lohn wie ein Mann in derselben Position waere schliesslich ‚aeeetsch, kann auch nicht mehr schwanger werden‘ ! Wetten, dass dann etwas herauskommt wie ‚Sippenhaftung‘ und ‚Umlegung des Risikos auf alle‘ ?! Was mich aber so fasziniert, dass ‚dies‘ wohl DOCH ueberwiegend ‚Sippenhaftung‘ dieser EINEN Geschlechtergruppe zu sein scheint, welche ABER eigentlich von den ja angeblich deswegen finanziell besser zu stellenden Herren ueberhaupt erst in ‚diese Gefahren-Situation‘ gebracht werden. Warum zum Kuckuck brauchen DIESE dann an dieser Risiko-Umlegung NICHT teilhaben? ( 😉 nur mal ‚bloed‘ andersherum gefragt)  …

Genau, mal ganz BLÖD gefragt: wieso ist da noch keiner auf diese Idee gekommen?

Ach, wegen des Grundgesetzes und der internationalen Menschenrechte, Antidiskriminierungsgesetz, Gleichbehandlungsgesetz und der männlich orientierten Ökonomie (Geld nur gegen Leistung, keine Leistung – kein Geld – ätsch; Ex-Bundespräsidenten und Berufspolitiker mal ausgenommen, aber deren Geld gegen keine Leistung ist eher sowas wie Schweigegeld, und außerdem hat man(n) das schon immer so gehandhabt). Basta.

Die liebevoll ausgetüftelten Tabellen des Bundesangestelltentarifvertrages beispielsweise berücksichtigen kein Geschlecht, wären also unisex universell und gleich. Aber sie berücksichtigen nicht den Lohnausfall der weiblichen Angestellten während der Kinderpause (das Bundes-Elterngeld lasse ich mal außen vor), der tariflich und arbeitsrechtlich gesehen wie unbezahlter Urlaub behandelt wird. Das Privatvergnügen der weiblichen Bürger dieses Landes.

Überhaupt wird Kinder bekommen und aufziehen sozialrechtlich eher wie Urlaub angesehen und behandelt. Unbezahlter. Die Rechnung wird später bei der Rente präsentiert, thank you for travelling with Deutsche Bundesrepublik, gratis ass-kick and good bye.

Um einmal G.´s Idee weiterzuspinnen: nach dieser Logik – nicht schwanger werden können = kein Risiko wegen Kinderkrankheit auszufallen = für Arbeitgeber wesentlich attraktivere Arbeitnehmerin – und damit dasselbe Lohnniveau wie ein Mann zu erreichen, wäre es für junge Frauen mit Karriereabsichten nur logisch, sich sterilisieren zu lassen und mit einem entsprechenden ärztlichen Attest zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Und sie bekämen auch nicht nur keine Kinder, auch ihr Leistungsfähigkeit wäre enorm, da sie sich nicht zwischen Kindern und Job aufteilen müßten, sie würden für die Firma leben, sie könnten all ihre Kraft für den Job aufwenden. Freizeit? Ach… wird überbewertet. Ein paar Bierchen – oder da es dennoch Frauen sind – ein paar Cocktails und gut ist. Willkommen in der schönen neuen Welt. Dauer garantiert für eine Generation.

Was für eine Horrorvorstellung!

Ohnehin verzichten viel zu viele junge gutausgebildete, hochgebildete Menschen aus Karriere- und Kostengründen auf eigene Kinder, junge Paare können sich jahrelang keines leisten, und wenn sie es sich später leisten können, haben sie womöglich den biologischen Anschluß verpaßt. (Das Problem haben die unteren Bevölkerungsschichten nicht, die bekommen Kinder wie sie lustig sind… und was das für die Gesamtbevölkerung bedeutet, scheint sich keiner so genau vorstellen zu können.)

Mein Vorschlag wäre also (ganz ernstgemeint): eine vernünftige „Gefahrenumlage“ von xy-Träger zu xx-Trägerin. Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, auf den gleichen Zeitraum gesehen. (Erste Anfänge sind ja schon gemacht – das Bundes-Erziehungsgeld.) Wie das genau aussehen könnte, damit bin ich jetzt überfragt, es schwebt mir halt etwas vor, was gerechter ist als das momentane System. (gerecht in dem Sinne, daß ich es ungerecht finde, daß Frauen, die Babies bekommen, dafür jahrelang auf ihr Einkommen verzichten müssen, obwohl sie eine sehr wichtige und unersetzliche Arbeitsleistung erbringen – indem sie unentgeltlich die nächste Generation großziehen.)

Wer das bezahlt ? – der Staat. Wer einfach mal so die Milliärdchen aus der Tasche zaubert, um ein bankrottes Griechenland und Zypern zu „retten“ und grenzkriminelle Ex-Bundesbeamte bis an ihr Lebensende zu alimentieren, der wird doch noch ein paar Mamas vernünftig und ausreichend entlohnen können… und das Ergebnis wird nicht annähernd so desaströs ein wie mit der „Rettung“ Griechenlands und Spaniens und wernochalles (hat eigentlich mal jemand nachgeforscht, was genau mit dem ganzen Geld passiert ist, wo genau es hingeflossen ist?!?! Das wäre doch dringend nötig – nun, da nach der „Rettung“ alles noch viiiel schlimmer ist).

Greetings, Sathiya

Text vom Blog geschmacks-sache.blogspot.com

Die 15-Zutaten-Lasagne

inspiriert von G.. Danke! (falls ich mich mit der Anzahl der Zutaten verzählt haben sollte – bitte verzeiht!)

Selbst ist die Frau – fertige Lasagne-Nudelblätter sind zwar praktisch, aber nicht ganz so lecker wie selbstgemachte. Also – los geht´s.

Nudelteig:

  • 300 g Weizenmehl Type 550,
  • 1 Teelöffel Salz,
  • 2 Eier,
  • 2 Eßlöffel Olivenöl, 2 Eßlöffel Wasser

Alles gründlich verkneten, bis der Anschnitt feinkörnig erscheint und der Teig sich samtig anfühlt, 30 min ruhen lassen. In 12 Stücke teilen, jedes dünn ca. tellergroß ausrollen und trocknen lassen (auf Topfdeckeln über dem kochenden Wasserbad). Nudelblätter passend zurechtschneiden. Einzeln je ca. 5 min in kochendem Salzwasser vorkochen. Alternativ fertige Lasagneblätter verwenden.

Sauce:

  • 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen (jung)
  • 300 Rinderhackfleisch
  • 1 Dose Tomaten (450 g)
  • 4 Eßlöffel Olivenöl
  • 2 Eßlöffel Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum, Majoran, edelsüßer Paprika, Prise Zucker, Prise Mehl
  • 1 Tasse Wasser, Schuß Sahne

Zwiebeln und Knoblauch hacken, in Olivenöl anschwitzen, Hackfleisch zufügen und mitanbraten, etwas Mehl darüberstäuben, mit Tomaten, Wasser und Sahne ablöschen, würzen, 10 min köcheln lassen. Die Sauce soll recht flüssig sein.

Lasagne bauen: Sauce und Nudelblätter abwechselnd in eine Form schichten, mit Sauce enden. Eine halbe Tasse mit Creme fraiche mit etwas Sahne verrühren und auf die oberste Schicht geben. Mit geriebenem Käse (Mozzarella, Emmentaler, nach Belieben) bestreuen und etwas ruhen lassen. Bei 180°C ca. 30 min backen.

Guten Appetit!

Beste Grüße, Sathiya