Bildungsfragen – Uni

Ein sehr guter Artikel zum Thema Hochschulbildung und Bildung. Lesen!
https://siebenhundertsachen.wordpress.com/2013/01/28/bildungsfragen
Ich würde ihn am liebsten eins zu seins auf meinen Blog übernehmen, habe aber die Autorin noch nicht gefragt, und ganz entgegen meiner sonstigen Frechheit, nehme ich mir diesmal diese Freiheit nicht heraus. Dafür steht hier mein Kommentar dazu, in voller Länge, und mit allen Rechtschreibfehlern. 😉
Ein sehr guter Artikel, der mir aus der Seele spricht.
Das Unvermögen und sogar Unwillen der Jugend, die sich für „hochschulreif“ hält (offiziell per Abiturzeugnis bestätigt) ist erschreckend, die Grundkompetenzen wie Verständnis von Zusammenhängen, Lerntechniken, Lernwillen, Lesen längerer trockener Texte so gut wie nicht vorhanden bzw. wird als uncool empfunden, gerade im Zeitalter von SMS, facebook, Studi-VZ und twitter und co.
Meine Große studiert Pharmazie – heftiges Lernfach 😉 – und auch sie berichtet unschönes. Lernen scheint nicht cool zu sein, und Selberdenken schon mal gar nicht. Redet der Vortragende zu „geschwollen“ (aus Studentensicht) oder zu schwierig, besucht man nach ein, zweimal seine Vorlesungen nicht mehr. Im Gegensatz dazu werden Lehrveranstaltungen präferiert, in denen sich der Vortragende wie der Homie zu hause anhört, leichte kurze Sätze, witzig, alles locker und easy… und die Übungsaufgaben werden zuhause aus dem Internet rundergeladen, samt Lösungen.
Ich frage mich, welchen Wert in einigen Jahren denn noch eine Hochsculausbildung hat, wenn ein Großteil der Absolventen noch nicht einmal über das Wissen eines Abiturjahrganges verfügt?
(Das ist natürlich der schlimmste Fall, und von mir maßlos übertrieben, auch will ich nicht die zweifellos vorhandenen sehr fleißigen fähigen und klugen Studenten abwerten – aber der Ausdruck Massen-Uni sagt es doch schon: Studenten als Massen-Ware. Welche Qualität können wir da noch erwarten?!)
Als Mutter eines Nesthäkchens in der 2. Klasse der Grundschule sehe ich auch zu deutlich die zunehmenden Schwächen des Systems Bildungswesen. Ich habe ein hochinteressiertes (nicht hochintelligent – hochinteressiert! 😉 ) Kind, das ich zuhause im privaten so fördere und unterrichte, wie ich es für nötig halte. Natürlich langweilt sie sich deswegen in der Schule – aber eins der Dinge, die ich zu lernen für nötig halte, ist die Fähigkeit, auch anderen etwas beibringen zu können. Nicht unbedingt nur als Lehrer, sondern als Freund. Ich beispielsweise habe etwas immer dann am besten begriffen, wenn ich es jemand anderem erklären mußte (damit meine ich nicht Vorträge halten, sondern einfach erklären). Das ist auch ein Punkt, in dem das Schul- und Bildungssystem versagt. Powerpoint &co. sei Dank.
Mich schockiert vor allem das: (Zitat) „Das Ziel des deutschen Bildungssystems ist heute vor allem: Arbeitsmarkt-kompatibler Output in möglichst kurzer Zeit.“ Das beginnt schon in Kindergarten und Grundschule, mit 40-Stunden-und mehr-Wochen schon für 3-jährige und setzt sich nahtlos bis zum Abitur fort.
Wir brauchen dringend viel mehr solche engagierten interessierten motivierten Hochschullehrer wie Dich. Und wenn es damit getan wäre, jemanden wie Dich zur Wissenschaftsministerin zu wählen, ich würde sofort für Dich stimmen.
Viele Grüße, Sathiya
(ich kenne leider keine Traum-Uni, sonst würde ich sofort was sagen. Wie wäre es mit Privat-Unis? Oder selbst eine gründen?)

 

Ein ebenfalls passender Artikel, ziemlich zynisch und auch populistisch. Heftig. Dennoch nachdenkenswert: pravdatvcom.wordpress.com/2012/10/01/ausbildung-zum-systemsklaven/

Schrei 2

inspiriert von diesem Beitrag: cat-und-kascha-rote-tupfen.blogspot.de/2013/01/es-gart-aufschrei.html  (bunter Text von da)
Ich habe jetzt eine Zeit lang überlegt, hier etwas zum Thema #aufschrei und der gerade geführten Sexismusdebatte zu schreiben. Grund ist, dass es Themen gibt, bei denen die Überschneidungen mit meinem Beruf sehr stark sind und es manchmal ungemütlich für mich ist, auf dem Grat zwischen dem DIY-Bloggen als C*** und dem Leben als komplette Person zu balancieren. Auch wenn ich den Anspruch habe, dass DIY Bloggen und gesellschaftspolitisches Bloggen bei mir zusammengehören. Aber da Gemütlichkeit an dieser Stelle nicht die entscheidende Kategorie ist, werde ich trotzdem dazu schreiben. Denn ich halte die Debatte für äußerst relevant und diskussionswürdig – mehr noch, diese Debatte verändert was. 
Ich habe einen Twitteraccount, den ich nur beruflich nutze. Freitag habe ich lange überlegt, ob ich mich an der #aufschrei Aktion beteiligen möchte, ob ich mich nicht beteiligen müsste um Teil dieses öffentlichen Aufschreis zu sein und um solidarisch mit all denen zu sein, die sich dort äußern. Ich habe es dann nicht getan, weil ich mich unwohl bei dem Gedanken gefühlt habe, Personen, mit denen ich beruflich verbunden bin, würden meine konkreten Erfahrungen mit Sexismus und Grenzverletzungen lesen und fortan mit mir verbinden.  …
… und weiter im Text, wenn die Adresse aufgerufen wird. Es sind auch schon einige lesenwerte Kommentare dazugekommen.
mein Kommentar dazu: (ja, er erscheint von etwas anderem Grundton zu sein, als mein letzter Beitrag zum Thema. Ich habe meine Meinung dazu überdacht und geändert, wo es nötig war.)
Danke für den Post. Er spricht aus, was ich zuerst nicht einmal zu denken wagte.
Ich kann darüber nicht lachen. Ich habe es für mich auch zunächst abgelehnt, mich mit meinen persönlichen Sexismus- und Chauvinismus-Erfahrungen öffentlich zu machen, aus genau den gleichen Gründen.
Ich gebe zu, auch ich gehörte zunächst zu den Frauen, die das Problem zuerst nicht sahen (nicht sehen wollten?) und die sich öffentlich Äußernden mit von Überempfindlich bis Selbst schuld be(ver?)urteilten. Aber nun nicht mehr. 
Es ist definitiv ein allgemeines gesellschaftliches Problem, das zu lange mit „Einzelfall“ diagnostiziert und per „stell dich nicht so an“-Befehl mundtot gemacht wurde.
Wo ist nur die „gute Kinderstube“, sprich Erziehung, hingeraten? Ach ja, sie wurde Opfer des männlich-konkurrierenden Lebensentwurfes moderner Frauen, die einfach keine Zeit mehr haben, ihren Kindern eine gute Kinderstube mitzugeben.
Das System gefällt mir nicht. Es gefällt mir nicht, daß viel mehr Frauen, als ich gedacht hätte, nicht nur einmal im Leben sondern mehrfach am Tag als Objekt betrachtet und behandelt werden.Ändern wir was. Schon um unserer Töchter und unserer Söhne willen. Ich bin dabei!!
(Zornige) Liebe Grüße, Sathiya

Ich bin gespannt, was sich (und ob überhaupt – als gelernter Pessimist ist diese Vermutung obligatorisch) ändern wird. Ich fürchte, auf Gesetzesebene wird sich da nicht viel tun – es ist ja schon alles da – Gleichheitsgrundsatz, Frauenbeauftragte, besserer Schutz für Mütter und und und… aber an der Gesellschaft und ihrer tendenziösen Entwicklung hin zu wennichdaswüßte hin hapert es. Mein letzter Vorschlag, Etikette-Unterricht obligatorisch für alle zu machen, wird mir immer sympathischer. Machbar? Keine Ahnung. Aber wer – wenn nicht wir? Wann – wenn nicht jetzt?!

Reblogged: Wer ist schuld an der Krise?

Dies ist ein Beitrag von meinem Blogspot-Blog Geschmacks-Sache.
inspiriert von hier:  uhupardo.wordpress.com/2012/07/13/wer-ist-schuld-an-der-krise/ (kein Hyperlink, blauer Text von da)
derselbe Beitrag bei heise:  heise.de/tp/artikel/37/37150/1.html  (kein Hyperlink)
Wer ist schuld an der gegenwärtigen Krise?
Je weiter sich die Krise zuspitzt, desto stärker dominieren wechselseitige Schuldzuweisungen den öffentlichen Krisendiskurs in nahezu allen westlichen Ländern. Inzwischen scheint es geradewegs so, als ob wirklich jede Nation und jede relevante gesellschaftliche Gruppe durch Fehlverhalten irgendwie zu dem Desaster beigetragen habe, das sich derzeit in Europa vor unseren Augen entfaltet.
In nahezu ganz Europa wird beispielsweise die Bundesregierung für die Eskalation der Schuldenkrise verantwortlich gemacht, die mit ihrem Sparkurs den europäischen Währungsraum in den Kollaps treibe. Einen bisherigen Höhepunkt dieser anschwellenden Kritik am deutschen Spardiktat in der Eurozone stellte die jüngste Titelstory der linksliberalen britischen Wochenzeitung New Statesman dar, die Merkel zum “gefährlichsten Führer der Welt” erklärte und als einen im Sparfetisch verfangenen Terminator darstellte, der wegen der ansteigenden Selbstmordraten in Südeuropa bereits “Blut an den Händen” kleben habe.
Auch außerhalb von Europa nimmt die Kritik an Deutschland inzwischen einen konsensartigen Charakter an, wie deutsche Medien während des G20-Gipfels bemerken mussten: …
Ein überaus lesenwerter Artikel, den ich dringend zur Lektüre empfehlen möchte.
Er gibt keinen Handlungsweisen vor, sondern versucht, aus unter anderem historischer Sicht einen Blick auf die Ursachen der gegenwärtigen Situation zu werfen. Da es leider neuerdings Mode geworden zu sein scheint, die Existenz einer Krise zu verleugnen oder die Ursachen bei jedem anderen außer bei sich selbst zu suchen, eine beunruhigend lange Reihe von Politikern absolut keine Ahnung von den Prinzipien des Systems an sich und den Zusammenhängen zu haben scheinen (im Blog uhupardo gibt es eine Reihe von mehr oder weniger lustigen Artikeln und politik-freudschen Versprechern, die einem leider das Lächeln aus dem Gesicht wischen) und der Großteil der Einwohner Deutschlands sich lieber mit GZSZ und Schlagt den Raab abgibt, als mal das System zu hinterfragen (na, so weit will ich gar nicht gehen. Aber ein wenig Fähigkeit zur Selbstkritik muß doch da sein?) – und im übrigen dieser Satz zu lang geraten ist.
Lange Rede kurzer Sinn: den Artikel lesen. Einfach lesen. Und die eine oder andere anerzogene Spinnwebe oder Beschwichtigungs-Schleier wird aus dem Bewußtsein entfernt. Ich bin erschrocken über das Ausmaß des Ganzen. Sehr erschrocken.
Grüße, Sathiya
Weitere passende Lektüre:  
leap2020.eu/GEAB-N-71-ist-angekommen-USA-Marz-bis-Juni-2013-Ende-der-lebenserhaltenden-MaSnahmen-f%C3%BCr-den-kranken-Mann-der-Welt_a13071.html (kein Hyperlink)

Anti-Schrei

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema den Mund halten und mal nichts sagen. Aber dann fand ich diesen Beitrag hier: einen erstaunlich unaufgeregten Artikel über den allgemein durch die Blog-Sphären hallenden „Aufschrei“ empörter Frauen, die sich zur Wehr setzen dagegen, tatsächlich oder vermeintlich als (Sex)Objekt behandelt zu werden. Ich erspare mir eine Liste der Blogs und anderer Internetmedien zum Thema, wer sucht, der findet, das ist diesmal gar nicht schwer…
Inspiriert von hier: philippe-wampfler.com/2013/01/25/zwei-bemerkungen-zum-aufschrei/
Mit dem Titel „Aufschrei“ verbinde ich etwas anderes, als die meisten Frauen. Und zwar gibt es ein Buch dieses Namens, das von einem Mädchen handelt, das schon als Kind von ihrem Vater sexuell mißbraucht wurde und deshalb eine Persönlichkeitsspaltung erlitt. Äußerst schockierend, drastisch und in keiner Weise mit den meisten vergleichsweise harmlosen Übergriffen, die wütend-empört geschildert werden, zu vergleichen. Aber das nur am Rande.
Ich behaupte einfach mal – und lehne mich damit vermutlich weit aus dem Fenster – das Ganze ist eine Folge der allgemeinen Laissez-faire oder antiautoritären Erziehung in Familie, Schule und Medien und der kommerziellen Sexualisierung der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte. Vielleicht bin ich ja auch altmodisch erzogen bzw. von altmodischen Ansichten – aber diese haben mir derartige Erlebnisse weitgehend erspart und wo nicht,  mich nicht derart in meinem innersten Ich geprägt und verletzt.
Ein Mensch mit guter Erziehung (altertümlicher Ausdruck: „Kinderstube“) wird sich nicht daneben benehmen, weil er/sie weiß, was sich gehört. Dazu gehört sowohl Frauen nicht als Objekt zu betrachten – egal, wieviele halb-dreiviertel-nackte Blondinen von den Titelblättern lächeln – als auch – Frauen, das gilt euch – sich nicht als Objekt darzustellen (Minirock, mehr als offenherzige Kleidung, laszives Benehmen, um Mitternacht an einer Bar rumhängen). Kaum eine/einer weiß noch, was sich gehört, wie man/frau sich korrekt benimmt, was man /frau wann wie sagt und tut. Was sagt Herr von Knigge dazu?
Nichts, der Ärmste konnte sich in seinen kühnsten Träumen ein derartig freizügiges Benehmen, wie es heute üblich ist, nicht vorstellen.
Ein neuer Benehmenskodex müßte etabliert werden, und das schnell.
Wie man/frau sich benimmt wann/wo/wie/wem gegenüber, wird leider weder von Familie noch Schule noch Gesellschaft gelehrt, ein Fach „Etikette“ gibt es nicht. Wäre aber dringend notwendig, wenn ich mir die überbordenden Reaktionen der Frauen und teilweise extremen Gegenreaktionen der Männer so ansehe. Ein klassisches Kommunikationsproblem, um es mal auf modern-deutsch auszudrücken.
Es herrscht eine allgemeine Unsicherheit höchster Stufe, wie man/frau seinen/ihren Mitmenschen begegnet. Wann ist ein „Guten Tag“ einfach nur ein höfliche Floskel, wann eine Beleidigung, und wann eine Anmache? Darf ein Mann eine Frau ansprechen, wenn sie es nicht wünscht? Wie zeigt, sie, daß sie eine Anrede wünscht? Wie darf eine Frau einen Mann ansprechen, ohne sich deswegen gleich ein „verfügbar“ auf die Stirn zu malen? Ich bin ratlos. Die üblichen Regeln normaler Höflichkeit scheinen auf einmal nicht mehr zu gelten, das Gefühl für Anstand, Sitte und Moral hat sich anscheinend grundlegend gewandelt und die alten Regeln gelten nicht mehr. Was also tun???
Wie wäre es damit: eine neue Etikette-Fibel wird entwickelt und auf den Markt gebracht, dazu verpflichtende Einführung des Faches Etikette in Schule und Berufsausbildung. Gute und hervorragende Etikette-Kenntnisse und Fähigkeiten werden zur Voraussetzung für die Zulassung zum Hochschulstudium sowie zur Zulassung zu politischen Ämtern gemacht. Es wird vermutlich eine Kontrollinstanz erforderlich sein, eine Art Sittenpolizei, aber anders als bisher. Eine Art Etikette-Führerschein vielleicht? 🙂 Etikette-Fahrschulen, zum Auffrischen für Erwachsene? (Nein, das meine ich nicht wirklich ernst, aber daß solche Ideen entstehen, zeigt doch, daß da was im Argen liegt.)
Neuer Knigge – demnächst hier im Blog. Vorschläge – ernstgemeinte, nachvollziehbare, korrekte, durchdachte – willkommen!
Grüße, Sathiya

 

Rechtlich gesehen…

eine Sammlung lustiger Impressumsformulierungen und Rechtsbelehrungen.
Den Anfang macht der Apfel(B)log: www .herz-apfel.de/?page_id=57  (kein Hyperlink, Text von da)
Am hineißendsten fand ich diesen Text über die
Haftung:
Wer auf Links in diesem Weblog klickt, macht das hübsch auf eigene Gefahr. Was ich selbst verlinke, sehe ich mir natürlich an… aber nicht immer reicht meine Zeit aus, ständig alles zu recherchieren. Weiß der Teufel, was andere Leute im Schilde führen. Wenn zukünftig also jemand feststellt, dass ein Link in rechtlich relevante Gefilde führt, dann bitte ich um Information, damit ich das abändern kann (also zumindest den Link).
Nr. 2 ist ein Hinweis in eigener Sache von Uhupardo: uhupardo.wordpress.com/about/ (kein Hyperlink, Text von da)
Wer sonstwo schreibt, was er muss, ist froh, hier schreiben zu dürfen, was er will. 
und   Bitte vor dem Verlassen meiner Website wieder nach oben scrollen. Soll ja für den nächsten wieder ordentlich aussehen!
Wird bei neuen Funden weiter ergänzt.
Viel Vergnügen, Sathiya